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Die FIFA übernimmt in Zukunft bei Länderspielen die Versicherung der Spieler. Das hat der 62. FIFA-Kongress am Freitag in Budapest beschlossen. Um die Versicherungen von für Nationalteams abgestellte Spieler hatte es in der Vergangenheit immer wieder Streit zwischen Clubs und Landesverbänden gegeben. Zudem stimmte der Kongress mit überwältigender Mehrheit FIFA-Präsident Blatters Reformvorhaben zu.
Die FIFA zahlt ab 1. September 75 Millionen Dollar (59,7 Mio. Euro) Versicherungsprämien. Verletzt sich ein Profi in einem Länderspiel, zahlt die Versicherung bis zu 27.000 Dollar pro Tag und maximal bis zu 9,7 Millionen Dollar pro Jahr. Berücksichtigt wird bei den Leistungen nur das Grundgehalt des betroffenen Spielers. Für Europa hatte die UEFA bereits auf ihrem Kongress Ende März in Istanbul deutlich höhere Entschädigungszahlungen an Vereine beschlossen, wenn sich ein Spieler beim Nationalteam verletzt.
Leisten kann sich die FIFA die Mehrausgaben. Die Reserven des Weltverbandes belaufen sich auf 1,29 Milliarden Dollar (1,027 Mrd. Euro). Für 2011 gab die FIFA-Finanzkommission am Freitag einen Jahresgewinn von 36 Millionen Dollar (28,7 Mio. Euro) bekannt. Im WM-Jahr davor waren es noch 219 Millionen Dollar gewesen. Die Einnahmen, größtenteils aus der Kommerzialisierung der Marketingrechte für die WM 2014 in Brasilien betrugen 2011 1,07 Milliarden Dollar, die Ausgaben 1,034 Milliarden.
Das Budget wurde von 99 Prozent der Delegierten abgesegnet. Auch die Reformvorschläge auf dem Weg zu mehr Glaubwürdigkeit und Transparenz wurden mit 192:7 Stimmen angenommen. Die Ethikkommission des Weltverbandes wird neu strukturiert, dazu arbeiten Anklage und Gericht in Zukunft in zwei eigenständigen Kammer. Lydia Nsekere aus Burundi wird als erste Frau Mitglied des von Bestechungsvorwürfen erschütterten Exekutivkomitees.
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