16.03.2017 21:46 Uhr

Neymar feiert juristischen Sieg

Neymar (r.) muss nun eine erheblich geringere Geldbuße zahlen
Neymar (r.) muss nun eine erheblich geringere Geldbuße zahlen

Superstar Neymar hat vor Gericht einen millionenschweren Sieg errungen.

Nach seinem Einspruch gegen die Höhe seiner Steuerstrafe von umgerechnet 50 Millionen Euro entschied eine Kammer in seiner Heimat zumindest in Teilen zugunsten Neymars, der nun wohl deutlich weniger Geldbuße zahlen muss.

Wie die Tageszeitung "Folha de São Paulo" berichtet, sei die Neuberechnung der Strafsumme noch nicht vorgenommen worden, der ursprüngliche Betrag könnte sich aber halbieren. Im Prozess um die Übertragung seiner Bildrechte an Familienangehörige hatten Neymars Anwälte argumentiert, dass dies durchaus rechtmäßig gewesen sei.

Die Übertragung an zwei von Neymars Vater zu diesem Zweck gegründete Firmen, die zunächst als Steuerhinterziehung gewertet wurde, sah das Finanzgericht nun in zwei Fällen als legal an, in drei Fällen bekräftigte es das ursprüngliche Urteil. "Wir haben einen großen Sieg gefeiert, den uns Gott beschert hat", sagte Neymar Senior.

Verfahren in Spanien wegen Korruptionsaffäre

In Spanien droht dem Junior allerdings weiter Ungemach. Der Angreifer muss sich aufgrund seiner angeblichen Verwicklung in eine Transfer- und Korruptionsaffäre vor Gericht verantworten. Neymar war mit seinem Einspruch vor dem Nationalen Gerichtshof Spaniens gescheitert. Zudem wurden auch die Einsprüche vom FC Barcelona und Neymars Ex-Klub FC Santos abgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine zweijährige Haftstrafe sowie eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro gegen Neymar und seinen Vater. Beiden werden Korruption und Verschleierung der wahren Kosten des Transfers nach Barcelona im Jahr 2013 vorgeworfen. Ob es zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist noch offen.

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