18.03.2017 20:40 Uhr

WAC besiegt SKN in letzter Minute

Christien Klem schoss das entscheidende Tor
Christien Klem schoss das entscheidende Tor

Der Wolfsberger AC hat gegen den SKN St. Pölten den angepeilten Heimsieg in praktisch letzter Minute sichergestellt. Trotz klarer Überlegenheit schlugen die Kärntner im Duell der Liga-"Wölfe" mit den Niederösterreichern am Samstagabend erst in der 94. Minute durch Christian Klem entscheidend zu. Nach dem 1:0-Erfolg überholte der WAC in der Tabelle Rapid und ist nun Sechster.

Der SKN St. Pölten konnte sich hingegen im gesamten Spiel keine einzige Torchance erarbeiten. Der Aufsteiger hat nach der 26. Runde nun nur noch vier Zähler Vorsprung auf das siegreich gebliebene Schlusslicht Ried.

In der fünfminütigen Nachspielzeit stand der Schlusspfiff kurz bevor, ehe sich der WAC doch noch belohnte. Die Assists beim Klem-Goldtor gaben Akteure, die erstmals im neuen Jahr Bundesliga-Luft schnupperten. Jacobo bedient per Flanke den ebenfalls eingetauschten Philip Hellquist, dessen nur kurz abgewehrten Kopfball setzte Klem in die Maschen. Keine Minute zuvor hatte der Flügelspieler nur die Latte getroffen.

Ganz wichtige drei Punkte für die Kärntner

Der sechste Heimerfolg der Lavanttaler in dieser Saison war verdient. Wolfsberg ging trotz neun Ausfällen - Mario Leitgeb und Dever Orgill waren die jüngsten Zugänge im WAC-Lazarett - vor heimischer Kulisse wieder einmal druckvoll in die Partie. Die mit einer Fünfer-Abwehr eingelaufenen Gäste waren von der ersten Minute an beschäftigt, keinen Gegentreffer zu kassieren. Entlastung schafften die Niederösterreicher keine.

WAC-Stürmer Mihret Topčagić fand schon nach wenigen Augenblicken eine Kopfballmöglichkeit vor. In der 14. Minute war der Ball auch im Tor, der Treffer von Issiaka Ouédraogo wurde wegen Foulspiels aber zurecht aberkannt. Vom Schiedsrichter benachteiligt sahen sich die Hausherren kurz darauf. Eine Flanke von Joachim Standfest traf Marcel Holzmann im SKN-Strafraum an der Hand (20.), der Elferpfiff blieb jedoch aus. Schon bei der 0:3-Pleite bei der Austria in der Vorwoche hatte sich der WAC um einen Strafstoß geprellt gefühlt.

St. Pölten fand erst Mitte der ersten Spielhälfte besser in die Partie. Richtig gefährlich wurde die Elf von Trainer Jochen Fallmann aber nie. Auch die zweiten 45 Minuten begannen mit Vorteilen der Hausherren. Michael Sollbauer stand nach einem Eckball plötzlich frei, traf aber nur den vor der Torlinie postierten David Stec (49.).

Der eingewechselte Philipp Prosenik verpasste den Ball nach einer Standfest-Hereingabe dank der Fingerspitzen von SKN-Torhüter Christoph Riegler knapp (75.). Als St. Pölten bereits eine Punkteteilung erhoffen durfte, schlug Klem aber dann doch noch entscheidend zu.

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apa/red

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