19.03.2017 12:35 Uhr

Kaiserschmarrn-Party bei Werder Bremen

ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzović war an allen drei Toren beteiligt
ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzović war an allen drei Toren beteiligt

Drei verschiedene österreichische Torschützen in einem deutschen Bundesliga-Spiel gab's noch nie. Die logische Konsequenz: Ein Kaiserschmarrn muss her. 

Nach der historischen Österreicher-Show konnte sich Zlatko Junuzović ein Grinsen nicht verkneifen. "Um den Kaiserschmarrn werden wir nicht drumherumkommen", sagte der Spielmacher von Werder Bremen nach dem 3:0-Sieg gegen RB Leipzig, bei dem es erstmals in einem Spiel der deutschen Bundesliga drei österreichische Torschützen gab. Und das ausgerechnet gegen das Team, das vom österreichischen Getränkehersteller Red Bull mit vielen Millionen bezuschusst wird.

Kapitän Junuzović war an allen Treffern beteiligt. Den ersten (34. Minute) machte er mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss selbst, dann legte er per Freistoß für Florian Grillitsch (59.) auf, und bei Florian Kainz (90.) war er auch an der Vorarbeit beteiligt. Dem Youngster gelang der erste Bundesliga-Treffer. "Mir ist das relativ egal, wer die Tore macht, sie tun alle gleich weh, auch von Landsleuten", sagte RB-Coach Ralph Hasenhüttl nüchtern.

Gegenüber Alexander Nouri freute sich, dass seine Mannschaft die Ausfälle von Serge Gnabry und Max Kruse kompensierte: "Das war großartig und mit viel Herz." Junuzović versäumte es nicht, für Nouri Werbung in Sachen Vertragsverlängerung zu machen: "Das Trainerteam passt, ich finde, dass gut gearbeitet wird." Es sei die Aufgabe des Vorstandes, darüber nachzudenken. Das Team könne nur Impulse geben.
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Stöger spart mit Lob für Modeste

Für den zweiten österreichischen Trainer im deutschen Oberhaus neben Hasenhüttl gab es am Samstag ein Erfolgserlebnis. Der von Peter Stöger betreute 1. FC Köln kam vor eigenem Publikum zu einem 4:2 über Hertha BSC und feierte damit nach sechs Pflichtspielen wieder einen Sieg. Held des Tages war Anthony Modeste, der einen Dreierpack erzielte und nun bei 22 Saisontoren hält.

Dennoch verzichtete Stöger auf Lobeshymnen für den Goalgetter. "Für mich ist er ein Spieler wie jeder andere. Jeder hat seine Aufgabe. Sein Hauptjob ist es zu treffen, und das erfüllt er im Moment", erklärte der Wiener.
>> "Weltklasse": Lobhudelei für Kölns Modeste
>> Anthony Modeste in der Bundesliga 2016/17 

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dpa/red/apa

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