13.04.2017 10:52 Uhr

Presse: "Monaco erlegt die Stimmung"

Monaco schlug den BVB in einem fragwürdigen Spiel
Monaco schlug den BVB in einem fragwürdigen Spiel

Das Champions-League-Spiel zwischen dem BVB und AS Monaco stand auch in der medialen Aufarbeitung noch ganz im Zeichen der Vorfälle vom Vortag. Bei Münchens Heimniederlage beherrschte vor allem Cristiano Ronaldo die Schlagzeilen.

Borussia Dortmund - AS Monaco 2:3

FAZ: "Dortmunds große Moral nicht belohnt – Unter schwersten Umständen nach dem Anschlag auf den Bus verliert Dortmund das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League gegen AS Monaco. Dabei hat der BVB auch viel Pech."

BILD: "45 Minuten kann Dortmund die Geschehnisse des Vorabends nicht vergessen (...) Trotzdem: Der Dortmunder Traum vom Halbfinale lebt weiter."

Süddeutsche Zeitung: "Dortmunder Abend der falschen Hoffnungen – Manche hatten die Hoffnung, dass der Schock neue Kräfte freisetzt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte am Mittwochvormittag die Mannschaft besucht. In der Kabine hat er an die Spieler 'appelliert, der Gesellschaft zu zeigen, dass wir vor dem Terror nicht einknicken'. (...) Das war sicher gut gemeint. Aber vielleicht zu viel Anspruch für eine Mannschaft, in der manche noch keine 20 Jahre alt sind."

Stern: "24 Stunden nach dem Schockerlebnis: BVB kämpft leidenschaftlich - und verliert. Der Fußball-Abend in Dortmund steht ganz im Zeichen des Anschlags auf den BVB-Bus am Vortag. Die Mannschaft kämpft, hat in einigen Momenten Pech - und verliert am Ende."

Sportschau: "Dortmund trotzt dem Terror – Der Ball rollte am Abend zwar wieder in Dortmund, doch durch den Sprengstoffanschlag auf den BVB-Teambus rückte das neu angesetzte Champions-League-Spiel völlig in den Hintergrund."

Focus: "Das Beste an einem unwürdigen Abend ist Dortmunds Moral – erst versucht jemand, die Spieler von Borussia Dortmund umzubringen und dann müssen sie keine 24 Stunden später auf den Platz. Das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen die AS Monaco wäre dank der UEFA zur kompletten Farce geworden – hätte Thomas Tuchels Mannschaft das Stadion nicht derart erleuchtet."

Italien

Corriere dello Sport: "Mbappé wie entfesselt, die erste Runde geht an die Gäste."

Tuttosport: "Showman Mbappé schlägt die Deutschen."

Frankreich

France Football: "Vorteil Mbappé. Der Franzose ist der Architekt des 3:2-Sieges. Nach den ersten 45. Minuten war das Publikum in Dortmund fassungslos. Nach Toren von Mbappé und dem Eigentor von Sven Bender lagen die Monegassen mit 2:0 vorne. In der zweiten Halbzeit wachte der BVB schließlich auf. Am Ende zählt aber nur der Sieg für Monaco."

L'èquipe: Unter schwierigen Bedingungen hat Monaco einen kühlen Kopf gewahrt und das Hinspiel gegen Dortmund mit 3:2 für sich entschieden. Zwangsläufig wird dieses Spiel aber nicht aufgrund seiner sportlichen Vorkommnisse, sondern wegen des Bomben-Anschlags auf den Dortmunder Mannschaftsbus in Erinnerung bleiben."

England

The Guardian: "Monaco erlegt die Stimmung, als sie Dortmund in einem spannenden Viertelfinal-Hinspiel mit 3:2 schlagen. Daran, dass die Spielansetzung richtig war, ließ vor allem Dortmunds Leistung in der ersten Halbzeit zweifeln." 

Daily Mail: "Die Mbappé-Show zeigt erneut sein enormes Talent mit zwei Toren bei Monacos packenden 3:2-Sieg gegen Borussia Dortmund. Monaco ließ keinen Raum für Sentimentalitäten und sicherte sich weniger als 24 Stunden nach dem Bomben-Attentat den Vorteil im Hinspiel."


Bayern München - Real Madrid 1:3

tz: "War's das schon? Bayern verliert zu zehnt gegen Real – Der zweifache Torschütze Cristiano Ronaldo, ein verschossener Elfmeter von Arturo Vidal und ein Platzverweis gegen Javi Martínez haben die Chancen des FC Bayern München auf den erneuten Einzug ins Halbfinale der Champions League auf ein Minimum sinken lassen."

11Freunde: "Auf dem Boden der Realität – Bayern ist die erste Mannschaft, die trifft. Real Madrid die erste Mannschaft, die endlich auch Fußball spielt. Zu allem Überfluss schoss Cristiano Ronaldo sein 100. Champions-League-Tor."

Süddeutsche Zeitung: "Ronaldo bedankt sich für Bayerns Einladung – Nach 47 Minuten flankte Carvajal in die Mitte, wo sich Ronaldo sich geschickt von Martínez und Boateng absetzte und den Ausgleich erzielte. 1:1 - ein Ergebnis, das wie eine Ernüchterung wirkte und von den Bayern am Ende doch gerne genommen worden wäre. Martínez leistete sich zwei überflüssige Fouls, wofür er mit der gelb-roten Karte belohnt wurde. Das war eine Einladung für Real, das durch Ronaldo noch jenes Tor nachlegte, das den Bayern das Rückspiel enorm erschwert - zumal dann auch noch der gesperrte Martínez fehlen wird."

Eurosport: "Tragischer Javi, Ronaldos Klasse und Müller spielt Verstecken – Der FC Bayern München verpatzt das Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid mit 1:2 (1:0). Dabei wird Innenverteidiger Javi Martínez zur tragischer Figur, während Cristiano Ronaldo auf eindrucksvolle Art und Weise seine Torflaute beendet und beweist, warum er Weltfußballer ist."

Welt: "So besiegten die Bayern sich selbst – Die Bayern schlugen sich selbst. Und stehen vor dem Ausscheiden. Ausgerechnet an diesem großen Fußball-Abend waren sie nicht in Topform, schwächer als in vielen Spielen der Vorwochen. Sofort kamen die Erinnerungen an das Halbfinale aus der Vorsaison hoch."

SPIEGEL: "Wo schießt der denn hin? Arturo Vidal gilt als Kraftprotz - das bewies er bei einem Kopfballtor, dann mit einem spektakulären Fehlschuss. Noch schlimmer war der Blackout von Javi Martínez, der zur Pleite gegen Real Madrid führte."

Spanien

El Pais: "Ronaldo versetzt Bayern den Schlag. Der seit September in der Champions League torlose Portugiese führt Madrid mit zwei Treffern durch eine überwältigende zweite Halbzeit. Die spanische Mannschaft hat die Bayern aus allen Bereichen des Spielfelds unter Beschuss genommen. Es schien als gäbe es in München nur Real Madrid und Manuel Neuer."

Marca: "Cristiano bleibt der König - Ein erneutes Doppelpack des Portugiesen stößt das Tor zum Halbfinale für Madrid weit auf und beendet die böse Serie in der Champions League."

Mundo Deportivo: "Angst und Respekt wurden zu einem Hemmnis für Bayern. Das 0:4 ist weiter in den deutschen Gedächtnissen und führte dazu, dass die Haupt-Prämisse darin lag, nicht den Ball zu verlieren. Schließlich waren aber zwei Aktionen der Schlüssel für die Blancos. Die erste war der verschossene Elfmeter von Vidal. Die zweite war der Platzverweis von Martínez in der 60. Minute."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Der Verlauf des Viertelfinalspiels lässt wenig Platz für die Hoffnung der Bayern, die nach dem Spiel deutlich krasser abgeschlagen sind als es der Punktestand vermuten lässt: Bis zum Spiel im Bernabéu-Stadion am nächsten Mittwoch muss Trainer Carlo Ancelotti ein Zaubermittel erfinden oder die Bayern können sich aus dem Turnier verabschieden."

Frankreich

L'èquipe: "Ohne einen großartigen Manuel Neuer, der Treffer von Bale (56. Minute), Benzema (72.), Asensio (74.) und Ronaldo (75.) vereitelt hat, hätten die Bayern ohne Zweifel  in der zweiten Halbzeit mehr als zwei Tore kassiert."

England

Mirror: "Madrids Cristiano Ronaldo musste eine "Wand" einreißen, um Lionel Messi zu schlagen und sein 100. Tor im europäischen Fußball zu erzielen. Der portugiesische Superstar erzielte sein 99. und 100. Tor bei Real Madrids Comeback im Viertelfinal-Hinspiel. Bayern-Torwart Neuer zeigte starke Paraden gegen Bale und Ronaldo. Insgesamt waren es zehn. Umso unglücklicher, dass das Siegtor durch seine Beine ging."

Guardian: "Das war ein Real Madrid, das eindrucksvoll zeigte, dass es noch nicht bereit ist, die Hände vom Pokal zu lösen. Besonders jetzt, wo Ronaldo sein Comeback feiert. 197 Tage wartete Ronaldo auf ein Tor, doch diese Dürre wurde nach elf torlosen Stunden überwunden. Er beendete die Nacht als erster Spieler, der 100 Tore im europäischen Wettbewerb erzielte."


Atlético Madrid - Leicester City 1:0

England

Daily Star: "Griezmann erzielt ein umstrittenes Tor, aber die Foxes haben noch alle Chancen. Bei Atlético wurden nach dem Elfmeterpfiff bittere Erinnerungen an 1997 wach, als eine Schiedsrichter-Fehlentscheidung Leicester gegen die Spanier aus dem UEFA Cup warf."

Spanien

Marca: "Atlético nimmt einen leichten Vorteil mit ins Rückspiel. Antoine Griezmann holte den Strafstoß zum entscheidenden Tor raus und trat selbst an, um den umstrittenen Elfmeter zu verwandeln. Mehr war es nicht. Koke vergab noch die beste Chance auf ein besseres Ergebnis, als sein Schuss gegen den Pfosten krachte. Leicester war einfach Leicester und verließ sich auf lange Bälle, die Vardy suchten."

 

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