17.05.2017 15:00 Uhr

Prödl bekommt bei Watford neuen Trainer

Walter Mazzari muss seinen Posten als Watford-Trainer räumen
Walter Mazzari muss seinen Posten als Watford-Trainer räumen

ÖFB-Teamverteidiger Sebastian Prödl wird in der kommenden Saison auf die Anweisungen eines neuen Trainers hören. Denn der Italiener Walter Mazzarri wird Watford mit Saisonende verlassen. Das bestätigte der englische Erstligist am Mittwoch.

"Nachdem der Vorstand mit Walter Mazzarri die künftigen Ziele des Klubs diskutiert hat, wurde entschieden, dass er von seinem Posten als Cheftrainer nach dem letzten Spiel der Saison 2016/2017 zurücktreten wird", heißt es von Klubseite in der dazugehörigen Stellungnahme.

Der Rauswurf Mazzaris kommt wenig überraschend. Zuletzt hat Watford fünf Pleiten in Folge hinnehmen müssen und war damit dem Abstiegskampf gefährlich nahe gekommen. Zudem berichteten britische Medien über eine schlechte Stimmung in der Kabine.

Kehraus gegen Pep und seine Citizens

Am Sonntag treffen die Hornets zum Saisonabschluss daheim auf Manchester City. Watford hat mit 40 Punkten als derzeit Tabellensechzehnter den Klassenerhalt bereits gesichert. Für die Citizens geht es noch um den (direkten) Einzug in die Champions League.

Nicht zum Ensatz kommen wird Sebastian Prödl. Der österreichische Teamspieler sah am Montag beim 3:4 bei nunmehr frischgebackenen Meister Chelsea in der Schlussphase Gelb-Rot und ist somit gesperrt. Der bis 2020 an den Klub gebundene Innenverteidiger kam in dieser Premier-League-Saison auf 33 Einsätze und stand dabei 32 Mal in der Startformation.

Schleudersitz

Prödl bekommt damit in seinem dritten Watford-Jahr den dritten Trainer und erlebt damit ein weiteres Kapitel in der wechselhaften Personalpolitik des Vereins.

Der frühere Napoli- und Milan-Trainer Mazzarri hatte im Sommer 2016 Quique Flores abgelöst, der zuvor auf Slaviša Jovanović gefolgt war. Der Serbe war im Kalenderjahr 2014 bereits der vierte Coach an der Vicarage Road, darunter auch Salzburg-Meistermacher Oscar. Jovanović hatte Watford 2015 trotz der Turbulenzen zurück in die Premier League geführt, aber sich mit den Verantwortlichen nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können.

Die Pozzo-Familie, die den Klub 2012 übernahm, muss sich nun nach ihrem bereits achten Trainer umsehen.

Mehr dazu:
>> Chelsea-Sieg bei Prödl-Ausschluss 
>> Trainerhistorie Watford FC 

red

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