19.06.2017 11:10 Uhr

Fans bewerfen Donnarumma mit Spielgeld

Donnarumma zog sich den Ärger vieler Fans zu
Donnarumma zog sich den Ärger vieler Fans zu

Der italienische Nationaltorwart Gianluigi Donnarumma musste am Sonntag beim 2:0-Sieg des Azzurri-Nachwuchses bei der U21-EM in Polen gegen Dänemark einen besonderen Proteststurm über sich ergehen lassen. Er wurde in seinem Gehäuse bei der Partie in Krakau mit Spielgeld beworfen, eifrige Helfer mussten die Scheine im Strafraum aufsammeln. Die Partie wurde deshalb kurz unterbrochen.

Außerdem wurde ein Transparent mit der Aufschrift "Dollarumma" hochgehalten. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der 18-Jährige seinen bis 2018 laufenden Vertrag bei Milan nicht verlängern wird, offenbar will er den Verein vorzeitig verlassen. Champions-League-Sieger Real Madrid gilt als mögliches Ziel.

Auch in Mailand ist Donnarumma ins Visier wütender Tifosi geraten. "Ich übernehme alle Verantwortung, doch man soll Donnarumma in Ruhe lassen. Seine Familie hat sogar Morddrohungen erhalten, das ist unglaublich", sagte Donnarummas Berater, Mino Raiola, der "Gazzetta dello Sport".

Raiola dementiert Einigung mit anderen Klubs

Der Teenager gilt als großer Hoffnungsträger bei den Lombarden, in der Squadra Azzurra und legitimer Nachfolger von Nationalmannschafts-Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon von Juventus Turin. Als Ersatz bei Milan wird derzeit Nationaltorhüter Bernd Leno vom Bundesligisten Bayer Leverkusen gehandelt. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro.

Raiola erklärte derweil, die Bedingungen für eine Vertragsverlängerung in Mailand seien nicht gegeben gewesen. Milan habe übertriebenen Druck auf den Spieler ausgeübt und für ein gespanntes Klima bei den Verhandlungen gesorgt. 

"Wir haben um mehr Zeit für die Vertragsverhandlungen gebeten. Milan hat dagegen die Medien über jeden Schritt informiert. Ein Teil der Tifosi hat sich gegen Gianluigi gestellt, und der Klub hat ihn nicht geschützt", sagte Raiola.

Eine Einigung mit Real gebe es laut Raiola aber nicht. "Die Wahrheit ist, dass viele Klubs um Donnarumma werben, genau wie vor zwei Jahren. Damals bevorzugte er Milan", sagte der Spielerberater.

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wfb

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