12.08.2017 11:13 Uhr

Rummenigge über Megatransfers und den BVB

Karl-Heinz Rummenigge sieht Mega-Transfers kritisch
Karl-Heinz Rummenigge sieht Mega-Transfers kritisch

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge gehört ohne Frage zu den wichtigsten Vertretern des europäischen Vereinsfußballs. Jetzt bezog der 61-Jährige Stellung zum Zweikampf mit Borussia Dortmund und den Poker um BVB-Talent Ousmane Dembélé.

Er wisse zwar nicht, ob Borussen-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Dembélé für den "Betrag X" abgeben werde, klar sei jedoch, "dass das Geld aus dem Neymar-Transfer in den Kreislauf zurückkommt", so Rummenigge im Gespräch mit "Sky".

Trotz Dembélés Versuch, seinen Wechsel zum FC Barcelona zu erzwingen, glaubt Rummenigge aber nicht, dass Dortmund ein Exempel am jungen Franzosen statuiert und ihn über längere Zeit suspendiert. "Ich glaube, dass macht kein Klub. Es gibt keinen Verein, der dann sagt: 'Den setze ich ein Jahr lang auf die Tribüne'. Ich bin überzeugt, dass Hans-Joachim Watzke die beste Entscheidung treffen wird."

Salary Cap gegen Mega-Transfers

Die Unsummen, die auf dem überhitzten Transfermarkt aktuell den Besitzer wechseln, sieht Rummenigge allerdings sehr kritisch: "Es wird langsam schwierig bei einer Ablöse von 222 Millionen Euro, das der Öffentlichkeit noch irgendwie vernünftig zu erklären. Ich tue mich jedenfalls schwer damit." Ein Lösungsansatz ist für den ehemaligen Nationalspieler eine Art Salary Cap, wie im US-Sport üblich.

Mit oder ohne Dembélé sei der BVB national Herausforderer Nummer für die Bayern. "Die beste Mannschaft nach uns ist Borussia Dortmund. Letztes Jahr sind sie zwar Dritter geworden und Leipzig überraschend Zweiter. Man darf aber nicht nur ein Jahr isoliert sehen. Von der ganzen Qualität des Klubs und der Mannschaft her ist Dortmund der größte Konkurrent."

Seinen Klub sieht Rummenigge allerdings bestens gerüstet. Man habe einen "sehr guten Kader" und einen "guten Trainer", erklärte Rummenigge.

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