12.08.2017 20:20 Uhr

Austria ringt den LASK nieder

Die beiden Austria-Torschützen hatten Grund zur Freude
Die beiden Austria-Torschützen hatten Grund zur Freude

Die Austria kann doch noch gewinnen. Am Samstag feierten die Wiener mit dem 2:0-Heimerfolg gegen den zuvor ungeschlagenen Aufsteiger LASK in der vierten Bundesliga-Runde ihren ersten Meisterschafts-Saisonsieg. Kevin Friesenbichler brachte die Violetten nach einer Stunde in Führung. Felipe Pires machte in der Nachspielzeit mit einem "Empty-Net-Goal" alles klar (94.).

In der Anfangsphase kontrollierte die Austria das Spiel, ohne aber selbst gefährlich zu werden. Die Gäste begnügten sich damit, die Räume eng zu machen. Nach gut 20 Minuten übernahmen die Linzer das Kommando. Rajko Rep prüfte Osman Hadžikić erstmals mit einem Schuss von der Strafraumgrenze.

Es entwickelte sich ein Privatduell zwischen den beiden Akteuren: Nach 27 Minuten tauchte der Slowene nach idealem Zuspiel von Dogan Erdogan im Strafraum auf, der Austria-Schlussmann blieb mit einer Fußabwehr erneut Sieger. Beim dritten Aufeinandertreffen hatte Hadžikić auch das nötige Glück. Rep versuchte es aus der Distanz, sein Aufsetzer rutschte dem Keeper durch die Hände - erst im zweiten Anlauf gelang die Klärung (39.).

Der Linzer Abwehrverbund, der in dieser Saison vor dem Spiel erst einen Gegentreffer hinnehmen hatte müssen, wurde von der Austria in der ersten Hälfte kein einziges Mal ernsthaft geprüft. Auch die Standards, in der Vergangenheit eine Bank bei den Veilchen, missglückten den Wienern völlig.

Nach Wiederbeginn waren es erneut die Athletiker, die besser ins Spiel fanden. Nach einem schönen Querpass von Marko Raguz scheiterte Rep zum wiederholten Male. Zur Überraschung der 6.512 Zuseher diesmal aber nicht an Hadžikić, sondern an Austria-Innenverteidiger Heiko Westermann, der sich erfolgreich in den Schuss warf (47.).

Die Führung der Wiener entsprang einem Geniestreich von Raphael Holzhauser, der Kevin Friesenbichler mit einem perfekten Heber über die Abwehr in Szene setzte. Friesenbichler enteilte der LASK-Verteidigung und schob den Ball an Pavao Pervan zur höchst schmeichelhaften Führung der Hausherren vorbei.

Die Violetten gewannen durch die Führung Sicherheit, das Momentum der Gäste hingegen war gebrochen. Die Austria verwaltete das Ergebnis über die Zeit. In der Schlussphase agierten die Linzer nur noch zu zehnt, weil sich James Holland eine Muskelverletzung zuzog, nachdem das Wechselkontingent bereits erschöpft gewesen war.

Dennoch warfen die Gäste am Ende noch einmal alles nach vorne. Nach einem Eckball für die Athletiker, bei dem auch Pervan aufgerückt war, schickte Christoph Monschein den schnellen Pires auf die Reise. Der Brasilianer schob den Ball mühelos ins leere Tor. Die Austria rückte mit vier Punkten auf den sechsten Platz vor. Die Linzer liegen mit sieben Zählern weiter auf Rang drei.

Hiobsbotschaft: Grünwald kann erst 2018 wieder spielen

Schon vor dem Spiel hatte es für die Austria eine Hiobsbotschaft gegeben. Die Veilchen können erst 2018 wieder auf die Dienste von Alexaner Grünwald bauen. Der 28-Jährige hatte sich beim 2:2-Remis im Wiener Derby einen Knorpeldefekt im rechten Knie zugezogen und wird am Montag in Augsburg operiert.

Grünwald ist nach Robert Almer bereits der zweite Kapitän, der längerfristig ausfällt.

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apa/red

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