13.08.2017 18:35 Uhr

Wieder Unterbrechung bei Rapid-Pleite

Referee Robert Schörgenhofer entschied auf eine Unterbrechung des Spiels
Referee Robert Schörgenhofer entschied auf eine Unterbrechung des Spiels

Admira Wacker feierte am Sonntagnachmittag zum Abschluss der vierten Bundesliga-Runde gegen den SK Rapid einen klaren 3:1-Erfolg und ließ so bei den Fans der Grün-Weißen ein Pulverfass hochgehen. Erneut musste eine Rapid-Partie unterbrochen werden.

Neuerwerbung Marin Jakoliš brachte die Hausherren nach Vorarbeit des überragenden Maximilian Sax, der Rapid-Kapitän Stefan Schwab den Ball abgejagt hatte, bereits nach 37 Sekunden in Führung. Ein Doppelpack von Ex-Rapidler Dominik Starkl in der 64. und 65. Minute sorgte dann nach der Pause innerhalb kürzester Zeit mit dem 3:0 für die Vorentscheidung.

Danach unterbrach Schiedsrichter Robert Schörgenhofer wegen Wurfgegenständen aus dem Rapid-Sektor die Partie. Zum zweiten Mal in Serie nach dem 2:2-Remis im Wiener Derby vor einer Woche. Nach Fortsetzung der Partie gelang Rapid in der 83. Minute durch Joelinton mit dem Ehrentreffer nur noch Ergebniskosmetik. In der Nachspielzeit sah bei den Gästen dann auch noch Thomas Murg die Rote Karte.

Die Hütteldorfer begannen in der Südstadt erstmals mit Neuzugang Boli Bolingoli als Linksverteidiger. Der Belgier übernahm den Part des gesperrten Thomas Schrammel. Bei den Hausherren nahm Trainer Damir Burić nach dem 1:5-Debakel in Salzburg zwei Veränderungen vor: Statt Fabio Strauss spielte Manuel Maranda in der Innenverteidigung und Marcel Holzmann musste auf der Bank Platz nehmen, da Maximilian Sax rechtzeitig fit wurde.

Ein Ballverlust des unaufmerksamen Schwab gegen seinen Ex-Verein Admira Wacker bedeute schon nach wenigen Pässen Unheil für Rapid. Sax spielte den Ball ideal an Mario Sonnleitner vorbei auf Jakoliš, der am herauseilenden Richard Strebinger zum 1:0 vorbeispitzelte. Danach brauchte Rapid einige Zeit, um gegen den gut organisierten Kontrahenten zum Abschluss zu kommen. Irgendwie war immer mindestens ein Bein im Weg.

In der 19. Minute setzte Schwab einen Kopfball aus kurzer Distanz an die rechte Stange und ein Schuss von Louis Schaub wurde von Torhüter Andreas Leitner entschärft. Spätestens ab da hatten die Grün-Weißen die Partie unter Kontrolle und kamen dem Ausgleich mehrmals nahe. Schaub fehlte in der 25. Minute bei zwei Schussmöglichkeiten jedoch der Nachdruck. Ein abgefälschter Versuch von Andreas Kuen senkte sich gefährlich und kurz vor der Pause blockte Thomas Ebner noch einen Schwab-Schuss ab.

Admira Wacker schlägt eiskalt zu, im Rapid-Sektor brennen die Sicherungen durch

72 Prozent Ballbesitz hatte Rapid in der ersten Hälfte gehabt. Dort konnte man nach Wiederbeginn aber nicht anschließen, da Admira Wacker die Gäste früher beim Spielaufbau störte. Die Niederösterreicher nutzten ihre ersten beiden Chancen nach der Pause optimal: Nach Steilpass von Sax schob Starkl Rapid-Keeper Strebinger den Ball zum 2:0 durch die Beine und keine zwei Minuten später zirkelte er den Ball hoch in die lange Ecke zum 3:0.

Wut und Enttäuschung der Rapid-Fans entlud sich in Szenen, die an die Vorwoche erinnerten. Aus dem Gästesektor in der BSFZ-Arena flogen Getränkebecher und Fahnenstangen auf das Spielfeld - und wie beim Wiener Derby ordnete der Schiedsrichter eine kurze Unterbrechung an. Nach fünf Minuten ging es weiter.

Kurzfristig war Admira Wacker dem vierten Tor gefährlich nahe. Sax (70.) scheiterte an Strebinger, Christoph Knasmüllner vergab aus guter Position. Dann geriet man aber noch ins Wanken. Joelinton, der Leitner im Strafraum umkurvte und einschob, gelang der Ehrentreffer (78.). Der früher als erwartet zu seinem Comeback kommende Giorgi Kviliataia setzte einen Kopfball an die Latte (81.).

Auf der Gegenseite vergab Starkl (83.) die Chance auf die endgültige Entscheidung, sein Schuss wurde auf der Linie geklärt, dazu hinderte Murg den starken Sax (86.) am Abschluss. Die Schlussoffensive der Rapidler brachte ebenso wie die an sich gefährlichen Konter von Admira Wacker nichts mehr ein. In der langen Nachspielzeit erhielt Murg die Rote Karte, nach einem Foul und weil er aus kurzer Distanz den Schiedsrichter-Assistenten anschoss.

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apa/red

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