04.09.2013 13:18 Uhr

Aus dem Rampenlicht: Forssell will's wissen

Mikael Forssell hat seinen Torhunger auch mit 32 Jahren noch nicht verloren
Mikael Forssell hat seinen Torhunger auch mit 32 Jahren noch nicht verloren

Viele bekannte Gesichter spielen weitgehend unbeachtet von der deutschen Presse im Ausland. Heute blickt weltfussball auf einen finnischen Dauerbrenner, einen US-Star mit HSV-Vergangenheit und einen kommenden Kießling-Konkurrenten.        

Wir schreiben das Jahr 2001: Die deutsche Nationalmannschaft führt ihre WM-Qualifikationsgruppe ohne Punktverlust vor England an. Am 2. Juni müssen Michael Ballack und Co in Finnland ran. Eigentlich ein Pflichtsieg, doch das Team erlebt sein blaues Wunder: Zur Halbzeit führt der Underdog überraschend, aber verdient mit 2:0. Zwar erkämpfte sich die deutsche Elf noch ein Remis, doch überall wurde nur über den Mann gesprochen, der die deutsche Defensive mit seinem Doppelpack vor schier unlösbare Probleme gestellt hatte: Mikael Forssell.

Der finnische Knipser war 1998 aus seiner Heimat zum FC Chelsea gewechselt und hatte in London auf Anhieb für Furore gesorgt. Auch in Mönchengladbach erinnern sie sich gerne an ihn: Seinen Toren war es zu verdanken, dass die Fohlen im Frühjahr 2003 den Klassenerhalt in der Bundesliga im Endspurt noch schafften.

Doppelpack in der Liga

Neun Jahre und ein Gastspiel in Hannover später ging es heimwärts für Forssell, der heute wieder bei seinem Jugendclub HJK Helsinki in Lohn und Brot steht.

Auch mit 32 Jahren will er es noch einmal wissen: Am vergangenen Wochenende gewann der Serienmeister sein Auswärtsspiel bei FF Jaro mit 5:1, den ersten und den fünften Treffer steuerte wer dazu bei? Na klar, "Miklu", wie er einst von den Fans getauft wurde, knipste doppelt und konnte es sich sogar noch leisten, einen Elfmeter zu verschießen. Auch nach Jahren genießt Forssell in seiner Heimat noch Kultstatus. 

>> Deutschlands Fast-Blamage gegen Finnland im Spielschema

Von der Champions League in die MLS

Sein Glück in der Heimat hat mittlerweile auch Benny Feilhaber gefunden. Der US-Amerikaner mit österreichischem Pass kickte in der Jugend einst beim Hamburger SV. Unter Thomas Doll durfte der Mittelfeldstratege sogar drei Champions-League-Spiele für die Profis machen, ehe er quer durch Europas Ligen tingelte.

Irgendwann packte Feilhaber jedoch das Heimweh und so zog es ihn im Jahr 2011 in die Major League Soccer.

Eine gute Entscheidung, denn dort blühte der Ex-Nationalspieler förmlich auf und wurde zum unumstrittenen Leistungsträger. Das stellte er auch am vergangenen Spieltag wieder unter Beweis: Beim 2:1-Sieg seines Teams Sporting Kansas City gegen die Colorado Rapids steuerte der 28-Jährige den Führungstreffer bei und rechtfertigte so seinen Stammplatz im Team.

>> Sporting Kansas City - Colorado Rapids zum Nachlesen im Spielschema

Apropos Stammplatz: Wer mit Stefan Kießling um einen Platz in der Startformation konkurriert, hat in den meisten Fällen schlechte Karten. So erging es auch dem Chilenen Junior Fernandes, der 2012 von Rudi Völler nach Leverkusen geholt wurde und dort nur sehr selten zum Einsatz kam.

Als Dinamo Zagreb im Mai dieses Jahres wegen einer Leihe des flinken Stürmers anfragte, stimmten die Verantwortlichen des Werksclubs sofort zu.

Künftig ein Kießling-Konkurrent?

Keine schlechte Wahl, wie sich seit Fernandes‘ Ankunft in Kroatien zeigt: In den letzten drei Ligapartien knipste der Neuzugang vier Mal, so auch am vergangenen Wochenende beim 3:1-Sieg gegen NK Istra. Drei weitere wichtige Treffer in der Champions-League-Qualifikation sprechen ebenso für sich.

Jetzt spricht einiges dafür, dass Kießling sich im kommenden Sommer mit einem gestärkten Konkurrenten um den begehrten Platz im Bayer-Angriff streiten muss.

>> die aktuelle Torjägerliste der kroatischen 1. HNL

Heiko Lütkehus

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