http://www.abendzeitung.de/nuernberg/sport/189274
Okotie: Drei Millionen für drei Jahre
Rubin kommt ablösefrei von Austria Wien zum Club. Knieverletzung stoppte das Talent in den letzten Monaten. Bader: „Kein Risiko“
NÜRNBERG Ilkay Gündogan, Dennis Diekmeier, Mike Frantz: Perlen hat der Club einige im Kader. Seit gestern ist ein echtes Juwel dazugekommen. Wie die AZ bereits am 11. Mai berichtete, wechselt Rubin Rafael Okotie vom österreichischen Vize-Meister Austria Wien ablösefrei an den Valznerweiher.
"Es war die richtige Entscheidung, den nächsten Schritt zu machen."
Am Freitagabend unterschrieb der 22-Jährige einen Vertrag bis 2013, verabschiedete sich danach zufrieden nach Ibiza: „Für mich war es immer interessant, dass der FCN mit vielen jungen Spielern erfolgreich Fußball gespielt hat. Ich glaube daher, dass es die richtige Entscheidung ist, den nächsten Schritt zu machen.“
Wirtschaftlich besteht bei der Verpflichtung des Ösi-Bombers, der sich nach seinem Urlaub in Wien noch mit einem Personal-Trainer in Form bringen will, laut Martin Bader kein Risiko. „Rubin erhält einen sehr leistungsbezogenen Vertrag“, bestätigt der Club-Sportdirektor. Eine Million Euro soll Okotie im besten Fall pro Jahr verdienen, berichtet „oe24“. Eine Summe, die Austria nicht zahlen konnte. „Es hat uns alle auf den Scheißer gehaut“, raunzte Austria-Trainer Karl Daxbacher, nachdem Okotie seine Gehaltswünsche präsentierte.
"Rubin hat seine Verletzung vollständig auskuriert"
Sportlich besteht zumindest ein kleines Fragezeichen: Nach seinem Knorpelschaden im Knie, den das Ausnahmetalent sich in der Europa League-Qualifikation gegen Metalurg Donezk zugezogen hatte, musste der in Pakistan geborene Sohn eines Nigerianers und einer Österreicherin fast neun Monate pausieren. Dennoch glaubt Bader, dass „Rubin seine Verletzung vollständig auskuriert hat“.
Andererseits hätte sich der Club die Verpflichtung des viermaligen Nationalspielers ohne dessen Kniefall eh abschminken können. Nach der U20-WM 2007, wo er zusammen mit Real Madrids Sergio Agüero ins Top-Team gewählt wurde, „hatten ihn fast alle Vereine auf dem Zettel“, weiß Bader. Beispielsweise wollte ihn Club-Trainer Dieter Hecking damals schon nach Hannover holen. Erst recht, als Okotie in der folgenden Ösi-Saison 14 Tore in 34 Ligaspielen vorweisen konnte. Erst letzten Sommer, als der Höhenflug nach vier Toren in vier Partien mit der Verletzung abrupt endete, wurde es ruhiger um Austrias Shootingstar. Und der Club intensivierte den Kontakt.
"Bei uns sieht er bessere Chancen, zu spielen"
Im Herbst war der ebenso ehrgeizige wie extrovertierte Youngster zur Behandlung bei FCN-Teamarzt Matthias Brem in der Uni-Klinik Erlangen. „Wir waren es auch, die ihm Dr. Ulrich Bönisch empfohlen haben“, verweist Bader auf den langen Vorlauf des Transfers. Die Operation beim Augsburger Kniespezialisten war dann so erfolgreich verlaufen, dass Brem nach dem finalen Medizin-Check letzten Woche Grünes Licht geben konnte.
Eine Rundum-Betreuung, die neben dem sportlichen Aspekt (Bader: „Bei uns sieht er eben bessere Chancen, zu spielen“) am Ende vielleicht den Ausschlag pro Club gegeben hat. Denn laut Bader wollten auch Schalke und Leverkusen das Juwel Rubin verpflichten.
Geändert am 01.06.10 12:09
---------------Schäfer-------------
Diekmeier----Wolf----Maroh---Pinola
---------------Kluge---------------
----Gygax----------------Frantz----
--------------Mintal---------------
-----Bunjaku----Choupo-Moting------
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Re: Ruben Okotie
Der Spieler heisst Rubin.
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Re: Rubin Okotie
Mintal schrieb:
> Eine Rundum-Betreuung, die neben dem sportlichen Aspekt (Bader: „Bei uns
> sieht er eben bessere Chancen, zu spielen“) am Ende vielleicht den
> Ausschlag pro Club gegeben hat. Denn laut Bader wollten auch Schalke und
> Leverkusen das Juwel Rubin verpflichten.
Gute Entscheidung von ihm. Bei Nürnberg wird er zu einer wichtigen Stütze der Mannschaft. Gut, dass für Okotie keine Ablöse gezahlt werden musste .
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Re: Rubin Okotie
http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/bundesliga/vereine/nuernberg/2010/06/02/dieter-hecking/rubin-rafael-okotie-wird-die-ueberraschung.html
Hecking blickt voraus: Okotie wird die Überraschung
Der Club macht Urlaub! Türkei, Karibik, Mauritius oder die Malediven. Doch während die Spieler komplett abschalten können, ist Trainer Dieter Hecking (45) immer mal am Handy aktiv. Schließlich müssen beim 1.FC Nürnberg noch viele Entscheidungen getroffen werden.
In BILD wirft Hecking einen Blick in die Zukunft: „Es ist immer schwierig, Dinge zu versprechen. Aber eines ist sicher: Wir werden ein Team haben, das von Anfang an in der Lage ist, in der Bundesliga zu bestehen!“
In der abgelaufenen Spielzeit hatte er mit der Relegation 19 Spiele Zeit, den FCN klassentauglich zu machen. Das gelang, obwohl es „das schwerste Jahr“ seiner Trainerkarriere war.
Die Aufgabe bleibt kommenden Saison die selbe, doch diesmal hat Hecking mehr Zeit. Ab dem 3. Juli wird er alle auf Trab halten, darunter viele neue Akteure: „Der Kader wird ein neues Gesicht bekommen.“
Mit Ösi-Talent Rubin Okotie, VfB-Stürmer Julian Schieber und Israeli Almog Cohen stehen drei Neue bereits fest. Der Club-Trainer: „Okotie habe ich schon lange im Blick, wollte ihn zu Hannover holen. An ihm werden wir viel Freude haben.“
Doch damit ist es nicht getan. Hecking: „Hinter Pinola und Ottl stehen Fragezeichen. Wir haben die Dinge angeschoben, da wird sicher etwas passieren.“ Und wenn sich das Duo gegen den FCN entscheidet? „Dann müssen wir uns mit anderen verstärken. Wir hätten den Plan B in der Hinterhand.“
Das gilt auch, falls sich noch einer aus dem aktuellen Kader verabschiedet. Hecking: „Ist doch klar, dass ein Junge wie Ilkay Gündogan das Interesse der großen Klubs weckt. Doch ich rate ihm von einem Wechsel ab. Bei uns kann er seine Schule fertig machen und sich auf dem Platz weiterentwickeln.“
Auch, weil es kommende Saison wieder zwei Co-Trainer geben wird. Hecking: „Das Duo Armin Reutershahn und Dirk Bremser hat mich optimal ergänzt. Beide hatten großen Anteil daran, dass wir dringeblieben sind.“
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Re: Rubin Okotie
3 Mio für 3 Jahre
also 1 jahr = 1 Mio.
bin zwar nicht grad überwältigt aber
gut 
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Re: Rubin Okotie
http://de.fifa.com/worldfootball/news/newsid=1286135.html#okotie+die+chancen+sind
Okotie: "Die Chancen sind da"
Rubin Rafael Okotie erblickte vor fast genau 23 Jahren in Karatschi (Pakistan), einem Ort, der nicht unbedingt für seine herausragenden Fussballer bekannt ist, das Licht der Welt. Rückblickend kann sich der Stürmer des 1. FC Nürnberg wohl bei seinen Eltern dafür bedanken, zuerst nach Spanien und später letztendlich nach Österreich gezogen zu sein.
"Ich bin in Pakistan geboren und dann gleich nach Barcelona gegangen. Mit vier Jahren bin ich dann nach Wien gekommen und hatte nur die Schule und Fussball im Kopf. Als ich sechs Jahre alt war, spielte ich erstmals in einem Verein und wechselte mit zehn zu Rapid Wien. Drei Jahre später zog es mich zur Austria", erinnerte sich Okotie im Gespräch mit FIFA.com an seine Jugendzeit.
Der Sohn einer Österreicherin und eines Nigerianers erfuhr bereits früh, was Rivalität im Sport bedeutet. Spätestens seit seinem Wechsel von Rapid zu Austria weiß der Torjäger um die Brisanz zwischen beiden Klubs.
Austrias Fussball-Akademie gab den Ausschlag
"Damals ist es mir nicht leicht gefallen, zur Austria zu wechseln, da ich mich bei Rapid sehr wohl gefühlt habe. Aber die sportlichen Voraussetzungen mit der Fussball-Akademie von Austria haben letztendlich den Ausschlag gegeben", begründete der 1,88-Meter-Mann seinen damaligen Vereinswechsel.
Es sollte die richtige Entscheidung Okoties gewesen sein. Die Entwicklung des technisch versierten und torgefährlichen Akteurs war schon in jungen Jahren vielversprechend, so dass ihm die Unterstützung Austrias sicher war. "Bei der Austria habe ich sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen, spielte mit 17 Jahren in der zweiten Liga in Österreich und schaffte nach der tollen U-20-WM in Kanada 2007 den Sprung zu den Profis", ließ Okotie den Beginn seiner Profi-Laufbahn gegenüber FIFA.com noch einmal Revue passieren.
Und vielleicht liegt es daran, dass der Nationalspieler mit seinen 23 Jahren immer noch am Anfang seiner Karriere steht, weil ihm seine ersten Schritte in der Bundesliga der Alpenrepublik immer noch im Kopf sind.
"Ich hatte keine Ahnung, wie ich jubeln sollte"
"Ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Spiel als Profi erinnern. Das war gegen den SV Ried. Doch noch besser blieb mir mein erstes Tor im Gedächtnis. Gegen Red Bull Salzburg gelang mir der Treffer. Das war ein super Gefühl, aber ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie ich jubeln sollte", erzählte uns der vierfache Internationale lächelnd.
Weniger freudig blickt Okotie heute auf die vergangene Saison, die für ihn alles andere als optimal verlaufen ist. Im September 2009 verletzte er sich so schwer am Knie (Knorpelschaden), dass er auf nur sieben Pflichtspiele für Austria Wien kam.
"Die Zeit während meiner Verletzung war keine leichte Situation. Drei Monate musste ich an Krücken gehen und fiel insgesamt sieben Monate aus. Wenn man so jung ist, ist das nur schwer zu verkraften. Aber meine Mutter und Freunde haben mir sehr geholfen", gab Okotie offen zu.
Vertrauen von Nürnberg stärkt Okotie
Trotzdem verpflichtete der neunmalige deutsche Meister 1. FC Nürnberg das Talent und zeigte damit, welchen Stellenwert der Offensivspieler für den Verein hat. "Der 1. FC Nürnberg hat sich sehr um mich bemüht, auch als ich verletzt war. Sie haben mir beispielsweise dabei geholfen, einen guten Arzt für die Knie-Operation zu finden", so Okotie.
Und seine Zielsetzung bei den Franken ist klar: "Ich will mich hier durchsetzen, meine Leistung bringen und Tore erzielen. Natürlich ist die Konkurrenz groß und die Vorbereitung lief wegen einer Achillessehnen-Entzündung auch nicht optimal. Ich denke, dass ich noch etwas Zeit brauche, will aber so schnell wie möglich angreifen."
Nicht nur er, sondern auch seine Teamkollegen wollen den Traditionsverein in diesem Jahr zu einer erfolgreichen Spielzeit führen, nachdem man erst in der Relegation der vergangenen Saison den Verbleib im Oberhaus sicherte. "Wir haben uns einiges für diese Saison vorgenommen. In erster Linie wollen wir bessere Leistungen zeigen als im vergangenen Jahr. Dann sind wir auch in der Lage, die Klasse so schnell wie möglich zu halten", so die Marschroute von Okotie und Co..
Okoties Traum: Über Nürnberg nach Polen und die Ukraine
Auch in der österreichischen Nationalmannschaft will der junge Angreifer an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen. Immerhin erreichte er 2006 mit der damaligen U-19-Auswahl das Halbfinale bei der U-19-Europameisterschaft. Ein Jahr später zog er mit der U-20-Nationalmannschaft in die Runde der letzten Vier bei der FIFA U-20-WM in Kanada ein. Im November 2008 folgte dann das Debüt im A-Team des Österreichischen Fussball-Bundes (ÖFB).
"Meine erste Partie in der Nationalmannschaft spielte ich unter Karel Brückner gegen die Türkei, daran kann ich mich natürlich noch sehr gut erinnern. Es ist für mich immer eine große Ehre gewesen, für mein Heimatland zu spielen. Auch der jetzige Coach Dietmar Constantini hat sich in den vergangenen Monaten oft bei mir gemeldet und mich unterstützt. Jetzt gilt meine volle Konzentration dem Club. Hier will ich gute Leistungen zeigen, um mich für die Nationalmannschaft zu empfehlen", so das ehrgeizige, aber nicht unrealistische Ziel Okoties.
Nachdem er bei der UEFA EURO 2008 im eigenen Land und der Schweiz nur Zuschauer war, hofft der Neu-Clubberer nun, sich mit Österreich für das kontinentale Kräftemessen in der Ukraine und Polen 2012 zu qualifizieren. Doch in einer Gruppe mit Deutschland, der Türkei, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan wird das nicht unbedingt einfach.
"Wir haben keine leichte Gruppe erwischt, das steht schon einmal fest. Aber die Chancen sind da, um uns für die EURO zu qualifizieren. Wir verfügen über eine neue Generation von Spielern, die eine gute Qualität mitbringen. Wir müssen an unsere Stärken glauben und unser Bestes geben, dann werden wir sehen, ob wir uns für das Turnier in der Ukraine und Polen qualifizieren", wusste Okotie abschließend zu berichten.
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