01.10.2015 23:24 Uhr

Hofmann schießt Rapid gegen Minsk zum Sieg

Rapid-Kapitän Steffen Hofmann war der Matchwinner
Rapid-Kapitän Steffen Hofmann war der Matchwinner

Der SK Rapid hat in der Europa League auch das zweite Gruppenspiel gewonnen. Die Hütteldorfer setzten sich am Donnerstagabend in Borisov gegen Dinamo Minsk verdient mit 1:0 durch und übernahmen damit auch die Tabellenführung in der Gruppe E. Für die Entscheidung sorgte in der 54. Minute Rapid-Kapitän Steffen Hofmann, der auch schon beim 2:1-Heimsieg gegen Villarreal getroffen hatte.

Rapid hält nun als einziges Team bei sechs Punkten, Villarreal und Viktoria Plzeň haben je drei Zähler auf dem Konto. Die Spanier entschieden das direkte Duell mit den Tschechen vor eigenem Publikum mit 1:0 für sich. Dinamo Minsk ist noch punktlos. Die nächsten Schritte auf dem Weg zum erstmaligen Aufstieg ins Sechzehntelfinale können die Grün-Weißen nun gegen Viktoria Plzeň machen, am 22. Oktober steht das Heimspiel auf dem Programm, am 5. November folgt gleich die Auswärtspartie.

Dank Hofmann durften sich die Rapidler über den ersten Auswärtssieg in der Gruppenphase der Europa League seit dem 2:0-Erfolg gegen CSKA Sofia im Oktober 2010 freuen, in der aktuellen Europacupsaison sind sie damit in der Fremde weiter ohne Niederlage. Das freute auch die 500 mitgereisten Rapid-Anhänger, die im Stadion für tolle Stimmung sorgten.

Schaub meldet sich fit und muss kurz vor der Pause verletzt raus

Bei den Rapidlern wurde Louis Schaub überraschend rechtzeitig fit, der Mittelfeldspieler, der vor acht Tagen noch im Cup-Duell mit dem Regionalligisten Amstetten mit einer Knöchelverletzung vom Platz getragen worden war, stand auch in der Startformation. Kurz vor dem Pausenpfiff überknöchelte der 20-Jährige aber und musste für Philipp Schobesberger Platz machen.

Die erste Hälfte hatte extrem wenig zu bieten. Die zweikampfstarken Weißrussen standen erwartungsgemäß sehr defensiv, den Hütteldorfern fiel trotz deutlich höherem Ballbesitz wenig ein, um den Abwehrriegel der Hausherren zu knacken. Nur zwei Mal kamen sie der Führung sehr nahe. Florian Kainz tankte sich gut durch, sein Abschluss war aber nicht präzise genug (22.). Kurz vor der Pause setzte Matej Jelić den Ball nach Kainz-Hereingabe nur an die Stange (41.).

Die Weißrussen waren nur einmal brandgefährlich. Fatos Bećiraj entwischte Rapid-Abwehrchef Mario Sonnleitner, schoss aber aus rund zehn Metern am langen Eck vorbei (26.).

Nach der Pause knackt Rapid die Minsker Abwehrreihe

Zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierte sich Rapid von einer besseren Seite, Jelić blieb vorerst aber noch nach einer Pavelić-Hereingabe im Abschluss glücklos (50.).

Deshalb musste es einmal mehr der Kapitän richten. Nach schöner Kombination über Florian Kainz, Stefan Stangl und Stefan Schwab traf der Routinier wuchtig und überlegt aus 20 Metern genau ins Eck. Da Jelić (58.) und Kainz (71.) Chancen auf die Vorentscheidung ausließen, blieb es bis zuletzt spannend. Auch da der weißrussische Vizemeister voll riskierte. Die Belohnung dafür blieb aber aus, weil bei einem Schuss von Shaloze Chigozie (74.) die Stange rettete.

Dinamo Minsk schaffte damit auch im vierten eigenen Heimspiel in der Gruppenphase der Europa League keinen Torerfolg, zudem ist man bereits seit acht Pflichtspielen sieglos. Im ersten Spiel waren die Weißrussen, die im Playoff im Elfmeterschießen RB Salzburg ausgeschaltet hatten, auswärts Viktoria Plzeň klar mit 0:2 unterlegen.

Mehr dazu:
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apa

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