22.10.2015 18:01 Uhr

DFB-Frauen bezwingen auch Russland

Die deutschen Frauen bejubeln das 2:0 gegen Russland
Die deutschen Frauen bejubeln das 2:0 gegen Russland

Mit dem dritten Sieg ohne Gegentor stürmen die deutschen Frauen Richtung EM 2017 in den Niederlanden. Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid besiegte in Wiesbaden Russland zwar etwas mühsam mit 2:0 (1:0), steht aber verlustpunktfrei an der Spitze der Qualifikationsgruppe.

Vor 4.516 Zuschauern in der Brita Arena erzielten Debütantin Mandy Islacker (1. FFC Frankfurt/8. Minute) und Leonie Maier (Bayern München/49.) die Tore für den achtfachen Europameister.

Zu einem 9:0 gegen Russland wie 2013 in der WM-Qualifikation reichte es diesmal recht deutlich nicht. Nach dem 12:0-Schützenfest gegen Ungarn und dem 1:0 in Kroatien fehlten dem WM-Vierten öfter die zündenden Ideen im Angriff. Die nächste Herausforderung wartet bereits mit der Türkei am Sonntag (14:15 Uhr) in Sandhausen.

Guter Beginn der DFB-Frauen

Neid hatte gegen den "stärksten Gegner" der Gruppe "Lauffreude, Präzision und Lust aufs Toreschießen" gefordert. Das setzten die Spielerinnen in der Anfangsphase auch um und gingen in die Offensive. Nach einem Wirrwarr im russischen Strafraum stand ausgerechnet Islacker richtig: Die 27-Jährige traf zum Einstand in der DFB-Auswahl nach nicht einmal acht Minuten zur Führung.

Spielführerin Saskia Bartusiak hätte nach einer halben Stunde auf 2:0 erhöhen müssen. Die Frankfurterin war aber nach einem Fehler der ansonsten starken Torhüterin Elvira Todua zu überrascht, um den Ball aus drei Metern über die Linie zu bekommen.

Die robusten Russinnen warfen sich entschlossen den Gastgeberinnen entgegen, nach vorne ging bei den Gästen aber fast nichts. Neid hatte auf die verletzten Alexandra Popp, Simone Laudehr und kurzfristig auch Lena Petermann verzichten müssen.

Deutschland vergibt einfach zu viele Chancen

Über die Flügel versuchte die DFB-Auswahl immer wieder Löcher in die russische Abwehr zu reißen, verhedderte sich aber oft im Strafraum. Einmal mehr wurde die zurückgetretene WM-Torschützenkönigin Celia Sasic vermisst. Maier brachte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in den Winkel dann mehr Sicherheit ins Spiel. Die eingewechselte Freiburgerin Lina Magull vergab in ihrem ersten Länderspiel die Chance zum 3:0 (79.).

Ernsthaft gefährden konnte der 22. der FIFA-Weltrangliste die deutsche Mannschaft nie, die Gäste spielten sich keine einzige ernsthafte Torchance heraus. So blieb es bei der Bilanz von 15 Siegen und zwei Remis für das deutsche Team in 17 Spielen gegen Russland.

In Wiesbaden hatte das Neid-Team 2011 mit dem 17:0 gegen Kasachstan den höchsten Erfolg in der bisherigen Länderspiel-Geschichte verbucht. Das 2:0 nun reichte immerhin, um die Tabellenführung zu verteidigen. Die Sieger der acht Gruppen sowie die sechs Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt für die EM 2017.

dpa

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