24.10.2018 19:23 Uhr

Erster Profi in Belgiens Fußball-Skandal in Haft

Fabien Camus spielte für den KV Mechelen
Fabien Camus spielte für den KV Mechelen

Im Korruptionsskandal des belgischen Fußballs ist erstmals gegen einen Spieler ein Haftbefehl erlassen worden.

Der tunesische Ex-Nationalspieler Fabien Camus wurde am Mittwoch im Zuge der Ermittlungen zu der Affäre wegen des Verdachts der Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung nach seiner Vernehmung durch die Polizei auf Anordnung des Untersuchungsrichters in ein Gefängnis in Lantin eingeliefert. Der 33-Jährige ist der zehnte Beschuldigte, der im Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen aufgedeckten Skandal in Haft sitzt.

Der zurzeit vereinslose Mittelfeldspieler stand von Januar bis zum Ende der vergangenen Saison beim KV Mechelen unter Vertrag. Der Klub steht im Mittelpunkt des Skandal, weil nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft zur Vermeidung von Mechelens Erstliga-Abstiegs mehrere Ligabegegnungen durch Spielerberater und Schiedsrichter manipuliert worden sind. Trotz des versuchten Betrugs verpasste der frühere Europacup-Gewinner den Klassenerhalt.

Vor Camus war zwar auch schon Stürmer Olivier Myny vom Zweitligisten OH Leuven von den Ermittlern als Beteiligter an der Verschwörung beschuldigt worden. Allerdings entließ ein Untersuchungsrichter den Belgier, der in der vergangenen Spielzeit bei Mechelens Abstiegskonkurrent Waasland-Beveren gespielt hatte, aus der Untersuchungshaft.

Der Skandal war durch eine Razzia bei sechs belgischen Erstligisten und in insgesamt sechs weiteren Ländern öffentlich geworden. Insgesamt ist nunmehr gegen 20 Personen Anklage erhoben worden. Zu den Beschuldigten gehören auch der kroatische Coach Ivan Leko von Meister FC Brügge und sein Kollege Peter Maes vom SC Lokeren.

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