11.03.2019 15:32 Uhr

Juve peilt Wende an: "Je schwieriger, desto besser"

Cristiano Ronaldo wurde gegen Udinese geschont
Cristiano Ronaldo wurde gegen Udinese geschont

Juventus geht mit einem Rückstand von 0:2 ins Achtelfinal-Heimspiel der Champions League gegen Atlético Madrid. Das kriselnde Schalke gastiert beim scheinbar übermächtigen Manchester City.

Als Mitfavorit auf den Titel gehandelt, steht Juventus Turin im Champions-League-Achtelfinale vor einer Mammutaufgabe. Atlético Madrid erwies sich vor drei Wochen als der erwartet harte Gegner und legte mit einem 2:0-Heimsieg die Weichen zum Aufstieg. Im Rückspiel am Dienstagabend (21:00 Uhr) in Turin bauen Cristiano Ronaldo und Co. auf den Heimvorteil.

>> Liveticker: Juventus Turin gegen Atlético Madrid

Juventus holte in der Serie A schon am Freitag ein lockeres 4:1 gegen Udinese. Ronaldo wurde geschont, der Portugiese soll gegen Atléticos Beton-Defensive voll fit antreten. Die Spanier bangten diesbezüglich noch um den Einsatz von Abwehrchef Diego Godín, der Uruguayer will sich das Spiel aber sicher nicht entgehen lassen. Die Bilanz der Madrilenen gegen italienische Klubs lässt sich sehen: Von den jüngsten zehn Partien gegen Serie-A-Vertreter hat Atlético acht gewonnen.

Atlético vor Juve-Duell martialisch: "Bereit sein für den Krieg"

Juve-Trainer Massimiliano Allegri wollte nichtsdestotrotz Zuversicht verbreiten: "Je schwieriger es wird, desto besser", sagte er nach dem Pflichtsieg in der Liga. Im Vorjahr stand Italiens Serienmeister nach einem 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid vor einer sensationellen Wende, siegte in Madrid nach einem späten Ronaldo-Elfer dann "nur" 3:1.

Der Superstar ging im Sommer nach Italien, was als nächster Angriff der Turiner auf die Champions-League-Krone gedeutet wurde. Allegri bemühte sich - das Aus vor Augen - nun, die Relevanz der Trophäe herunterzuspielen. "Die Champions League ist immer ein Ziel, aber es ist falsch, dass es ein Scheitern wäre, wenn Juventus ausscheidet", betonte der 51-Jährige. Unruhe stiftete indes eine Meldung, wonach Pep Guardiola im Sommer das Amt von Allegri übernehmen werde. Der Spanier bemühte sich, dies umgehend zu dementieren.

Atlético konnte es nur recht sein. Die "Colchoneros" könnten mit Juve einen Titelfavoriten eliminieren und sich selbst ins engere Rennen hieven. Trainer Diego Simeone schonte in der Liga gegen Leganés (1:0) ebenfalls Kräfte. "Das ist normal, das Spiel gegen Juventus ist sehr wichtig", merkte der Argentinier an. Simeone kam nach seinem Torjubel im Hinspiel samt Griff in den Schritt um eine Sperre herum. Er könnte in Abwesenheit des gesperrten Diego Costa auf Álvaro Morata im Angriff setzen. Der einst bei Juve nicht glücklich gewordene Angreifer gab sich vor dem Spiel martialisch: "Wir müssen rausgehen und bereit sein für den Krieg."

Manchester City gegen Schalke klarer Favorit

In der zweiten Achtelfinal-Retourpartie sind die Rollen verteilt. Manchester City liegt in der Premier League auf dem Weg zur Titelverteidigung, für Schalke 04 reiht sich in der Bundesliga eine Niederlage an die andere. In Gelsenkirchen siegte City mit 3:2, in Manchester ist die Elf von Star-Coach Guardiola klar zu favorisieren.

>> Liveticker: Manchester City gegen Schalke 04

Schalke kam ein Champions-League-Spiel selten so ungelegen wie diesmal. Derzeit hat der Revierklub andere Sorgen als den Auftritt in Manchester. Neun Runden vor Saisonende kämpft die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco in der Bundesliga um den Klassenverbleib. Sieben Ligaspiele ist das Team mit ÖFB-Teamspieler Guido Burgstaller schon ohne Sieg. Der neue Sportvorstand Jochen Schneider forderte die Profis zu einer engagierten Vorstellung auf: "Das ist es keine Vergnügungsreise. Es ist ein wichtiges Spiel gegen eine der vier besten Mannschaften Europas. Und wir wollen die Herausforderung annehmen."

ManCity liegt in der Premier League knapp vor Liverpool an der Spitze. Die "Citizens" haben 16 ihrer letzten 18 Pflichtspiele gewonnen und nur eines verloren. Gegen Schalke fehlen die gesperrten Fernandinho und Nicolás Otamendi sowie der verletzte Kevin de Bruyne.

apa

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