25.08.2019 11:42 Uhr

Fans feiern "Phänomen" Ribéry "wie Ronaldo"

Franck Ribéry wurde von den Fans gefeiert
Franck Ribéry wurde von den Fans gefeiert

Franck Ribéry wird bei einem Kurzeinsatz zum Auftakt der Serie A umjubelt, Florenz verliert dennoch ein denkwürdiges Spiel.

Franck Ribéry muss das Herz aufgegangen sein. Als er in der 78. Minute zu seinem ersten Einsatz für seinen neuen Klub kam, brandete durch das Stadio "Artemio Franchi" in Florenz eine Woge der Begeisterung. Zur Begrüßung gab es Standing Ovations, Sprechchöre hallten durch das alte, mit 43.147 Zuschauern fast komplett gefüllte Gemäuer.

Fehlte nur noch, dass der umjubelte Neuzugang, vom neuen Klubchef Rocco Commisso als "unser Cristiano Ronaldo" bezeichnet, am ersten Spieltag der Serie A noch für den Ausgleich gegen die SSC Neapel gesorgt hätte.

Und Commisso meinte: "Er hat auch heute Abend seinen Beitrag geleistet. Er ist ein Phänomen. In der Serie A ist er wie Ronaldo." Auch für seinen früheren Bayern-Coach Carlo Ancelotti, jetzt in Neapel auf der Bank, bleibt Ribéry "trotz seines Alters ein sehr gefährlicher Spieler. Er wird es in Florenz sehr gut machen."

Tatsächlich sorgte Ribéry beim Spielstand von 3:4 (1:2) noch für einen gewaltigen Aufreger. In der zweiten Minute der Nachspielzeit wurde er von Napolis albanischem Verteidiger Elseid Hysaj im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Davide Massa verweigerte nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten jedoch einen durchaus berechtigten Strafstoß.

"Der Schiedsrichter war schlecht", ereiferte sich Fiorentinas Trainer Vincenzo Montella, "er hat nicht transparent gehandelt." Napoli, trainiert von Ribérys einstigem Münchner Coach Carlo Ancelotti, habe den Sieg "nicht verdient" gehabt, ergänzte Commisso.

Als Ribéry den Platz betrat waren in einem wilden Spiel bereits alle Tore gefallen, für Florenz hatten Erick Pulgar (9., Foulelfmeter), Nikola Milenkovic (52.) und Neuzugang Kevin-Prince Boateng (65.) getroffen, für Neapel waren Dries Mertens, Lorenzo Insigne (47., Foulelfmeter/67.) und José Callejón erfolgreich gewesen.

"Er hat unbestreitbar den Stoff des Meisters"

Ribéry konnte nichts mehr bewirken, erhielt aber trotzdem Lob für seinen Kurzeinsatz: "Er hat unbestreitbar den Stoff des Meisters", schrieb die "Gazzetta dello Sport", "Sky Sport" kommentierte: "Ribéry hat Florenz bereits erobert."

Ribéry und Boateng sind zwei von acht Neuzugängen, sie gelten als wichtige Bausteine bei der Renovierung der Fiorentina, die der Italo-Amerikaner Commisso im Sommer für angeblich 200 Millionen Euro von den Brüdern Delle Valle übernommen hatte.

Ex-Bundesliga-Profi Boateng gelang sein Treffer bereits vier Minuten nach seiner Einwechslung, "er wird in dieser Saison den Ambitionen der Florentiner stark dienen können", glaubt die "Gazzetta dello Sport". Auf jeden Fall soll es mehr werden als der 16. Rang in der vergangenen Spielzeit.

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