03.10.2019 23:11 Uhr

Dominanter LASK verliert bei eiskaltem Sporting

Knappe Niederlage der Linzer in Lissabon
Knappe Niederlage der Linzer in Lissabon

Der LASK hat die Europa-League-Partie in Lissabon eine knappe Stunde lang absolut im Griff, bis Sporting plötzlich eiskalt zuschlägt und die Linzer am Ende mit einer Niederlage nach Hause schickt.

Der LASK hat in der Europa League eine unnötige Niederlage bei Sporting Lissabon einstecken müssen. Die Linzer gingen am Donnerstagabend beim 18-fachen portugiesischen Landesmeister zwar durch Marko Raguž (16.) in Führung, vergaben danach aber etliche Möglichkeiten und kassierten nach Gegentoren von Luiz Phellype (58.) und Bruno Fernandes (63.) noch eine bittere 1:2-Niederlage.

Nach dem Rückschlag vor 31.225 Zuschauern im Estádio José Alvalade XXI hält der LASK nach zwei Gruppenspielen weiter bei drei Zählern. Nun wartet das Doppel gegen den PSV Eindhoven auf die Mannschaft von Trainer Valérien Ismaël. Auf die sich bisher stark präsentierenden Niederländer - die 4:1 gegen Trondheim siegten - treffen die Linzer zunächst am 24. Oktober auswärts.

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Nach dem Schlusspfiff in Lissabon durften die LASK-Profis hadern. Sie hatten ein klares Chancenplus, Sporting war aber effizienter und brachte das Resultat über die Zeit. Dabei hatte es von Beginn an nach einer Überraschung durch den Außenseiter ausgesehen. So benötigten die in rosa Trikots eingelaufenen Oberösterreicher in der Höhle der "Löwen" nur eine halbe Minute, um Eindruck zu schinden.

LASK-Blitzstart in Lissabon: Doppelchance nach 30 Sekunden

Dominik Frieser setzte sich bereits nach 30 Sekunden im Strafraum durch, Torhüter Renan Ribeiro rettete mit einer Fußabwehr und machte sich auch im Nachschuss erfolgreich vor dem LASK-Angreifer breit. Die sportlich unterdurchschnittlich in die Saison gestarteten Lissaboner hatten sichtlich Probleme mit den selbstbewusst auftretenden Gästen, die den Gegner wie gewohnt früh anpressten - und damit erfolgreich fuhren. Die Führung war logische Konsequenz.

Der ehemalige Barcelona-Profi Jérémy Mathieu produzierte beim Herausspielen einen haarsträubenden Fehlpass, Raguž ließ in Folge seinen Gegenspieler aussteigen und wuchtete den Ball ins Tor. Im fünften Versuch traf damit erstmals eine österreichische Mannschaft in einem Auswärtsspiel bei Sporting. Thomas Goiginger hätte beinahe einen Doppelschlag vollendet, sein Versuch zischte aber am langen Eck vorbei. Eine weitere Statistik - acht Schüsse der Linzer Richtung Sporting-Gehäuse in den ersten 20 Minuten - verdeutlichte das Geschehen.

Lissabons Nummer zwei hinter Rekordmeister Benfica blieb fast völlig wirkungslos. Coach Silas - der dritte des Klubs in dieser Saison - starrte von der Bank beunruhigt Richtung Spielfeld. Sein Gegenüber Ismael durfte sich freuen. Der Franzose hatte Österreichs U21-Teamstürmer Raguž anstelle von João Klauss aufgeboten. Ein Schachzug, der aufging. Erst nach einer halben Stunde kam Sporting ein wenig besser in die Partie, konnte sich aber kaum entfalten, da der LASK die Räume in der eigenen Spielhälfte eng machte. Bei den Portugiesen wandelte Linksaußen Marcos Acuña nach Attacken gegen Philipp Wiesinger und Reinhold Ranftl am Rande des Ausschlusses.

Effektives Sporting dreht die Partie innerhalb von fünf Minuten

Die Linzer versuchten, nach Seitenwechsel wieder Akzente zu setzen. Gernot Trauners Kopfball nach einem Eckball flog knapp über die Latte, Goigingers Abschluss aus der Drehung hätte ebenfalls das 2:0 bedeuten können. Für Raguž kam nach 55 Minuten dann Klauss. Drei Minuten später schaffte Sporting den Ausgleich. Phellype stieg nach einem Eckball erfolgreich hoch, wobei die Zuordnung beim LASK in dieser Szene nicht passte. Für die Ismaël-Elf kam es noch schlimmer: Bruno Fernandes stand beim Zuspiel von Phellype nicht im Abseits, Sportings Starspieler ließ sich die Chance nicht entgehen.

Ein rascher Ausgleich wäre möglich gewesen, auch beim zu zentral angetragenen Abschluss von Klauss aus elf Metern fehlte aber Kaltschnäuzigkeit (69.). Der unermüdliche Goiginger prüfte Ribeiro mit einem Fernschuss ein weiteres Mal (78.). Auch die Schlussoffensive der Linzer brachte nichts mehr ein.

apa

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