07.01.2020 16:49 Uhr

Rapid peilt internationalen Startplatz an

Für Coach Didi Kühbauer ist ein internationaler Startplatz am Saisonende das Ziel
Für Coach Didi Kühbauer ist ein internationaler Startplatz am Saisonende das Ziel

Österreichs Rekordmeister Rapid Wien ist am Dienstagnachmittag mit dem ersten Training ins neue Jahr gestartet. In diesem ist laut Chefcoach Dietmar Kühbauer "ein internationaler Startplatz am Saisonende" das vorrangige Ziel. Aktuell überwintern die Grün-Weißen auf dem dritten Rang in der Bundesliga und haben damit im Gegensatz zum Vorjahr ihren Platz in der Meisterrunde der Top 6 bereits sicher.

"Wir haben am Jahresende sehr gut aufgehört und wollen dort weitermachen, also beim Konzert der Großen dabei bleiben", betonte Kühbauer, der seine Mannschaft fürs Frühjahr "gut aufgestellt" sieht, auch weil ihm Schlüsselkräfte wie Thorsten Schick, Koya Kitagawa oder Stephan Auer nach überstandenen Verletzungen nun wieder zur Verfügung stehen. "Ich weiß gar nicht, was ich mit den vielen Leuten tun soll", meinte der 48-Jährige deshalb beim Trainingsauftakt im Prater mit einem Augenzwinkern.

Kein Schaub-Transfer und Badji-Ärger

Wie Sportdirektor Zoran Barisic erteilte Kühbauer den jüngsten Spekulationen über einen möglichen Transfer von Ex-Rapidler Louis Schaub eine Absage. "Natürlich würde er uns gut stehen, aber wenn da renommierte Clubs in Deutschland an ihm interessiert sind, glaube ich nicht, dass wir da finanziell mithalten können. Deshalb ist das unwahrscheinlich", erklärte der Burgenländer. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Was das Gesamtpaket betrifft, können wir uns Louis Schaub nicht leisten", ergänzte Barisic.

Für Wirbel sorgte in der Weihnachtspause Stürmer Aliou Badji, weil er sich auf einem im Internet geposteten Urlaubsfoto mit einem Trikot von Österreichs Serienmeister und aktuellem Tabellenführer Red Bull Salzburg präsentiert hatte. Barisic erklärte, dass diese Causa "intern geklärt" werde. "Man muss ihm die Chance geben, sich dazu zu erklären", forderte Rapid-Kapitän Stefan Schwab. Es dürfe nicht zu voreiligen Vorverurteilungen kommen.

Gleichzeitig stellte Schwab aber auch unmissverständlich klar: "Es ist nicht in Ordnung, dass man T-Shirts von Mannschaften trägt, mit denen man in Konkurrenz steht." Der 22-jährige Mittelstürmer Badji aus dem Senegal dürfte dem Vernehmen nach jedoch nicht in böser Absicht, sondern einfach unbedacht gehandelt haben. "Es ist sehr unglücklich gewesen", lautete der knappe Kommentar von Barisic dazu.

apa

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