22.02.2020 14:58 Uhr

HSV kassiert mit ÖFB-Kickern Derby-Pleite

Louis Schaub und Co. fielen aus den Aufstiegsrängen
Louis Schaub und Co. fielen aus den Aufstiegsrängen

Braun-weiße Blamage für den Hamburger SV: Der Aufstiegsanwärter hat auch das zweite Stadtderby in dieser Saison gegen den FC St. Pauli verloren. Am 23. Spieltag der 2. Bundesliga unterlag das Team von Trainer Dieter Hecking dem Erzrivalen mit 0:2 (0:2) und kassierte einen schweren Stimmungsdämpfer. ÖFB-Legionär Louis Schaub spielte bei den Hamburgern durch, Lukas Hinterseer und Martin Harnik kamen als Joker in die Partie. 

>> Spielbericht: Hamburger SV gegen FC St. Pauli

Henk Veerman brachte St. Pauli mit einer feinen Einzelleistung bei einem Konter in Führung (20.). Der Stürmer setzte sich im Duell der Niederländer gegen Rick van Drongelen durch und vollendete dann überlegt. Wenig später erhöhte Matt Penney per Distanzknaller (29.). 

Joker Harnik und Hinterseer konnten keine Wende bringen

Seit Tagen hatte das Derby die Elbmetropole elektrisiert und die favorisierten Gastgeber, die das Hinspiel 0:2 verloren hatten, wurden den Erwartungen ihrer Fans nach dem Anpfiff zunächst gerecht. Erst klatschte ein Linksschuss von Sonny Kittel an die Latte (7.), dann traf der erstmals in die Startelf berufene Winterzugang Joel Pohjanpalo freistehend nur den Außenpfosten (10.). Louis Schaub lenkte auf gewohnter Spielmacherposition das Geschehen der Hamburger, die aber im Abschluss Effektivität vermissten. 

Doch St. Pauli blieb cool, agierte mit kluger Aufteilung und konterte mit Plan. Auch im zweiten Durchgang blieb das Auswärtsteam gefährlich, Marvin Knoll hatte per Kopf (51.) und Freistoß (58.) die Chance, weiter zu erhöhen. In 62. Minute kam dann mit Martin Harnik der nächste ÖFB-Legionär aufs Feld, der etwas Schwung in die Offensive der Hamburger brachte.

Dann jubelte Rico Benatelli - doch Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied mithilfe des Videobeweises auf Abseits (68.). In der 82. Minute wurde einem Treffer des HSV durch ÖFB-Stürmer Lukas Hinterseer die Anerkennung wegen eines Handspiels von Pohjanpalo verweigert. Gegen Ende der Partie hatte auch Martin Harnik noch zwei gute Möglichkeiten, scheiterte aber an der gegnerischen Verteidigung bzw. an Torwart Himmelmann, der einen Volleyschuss des ehemaligen Bremers in Minute 89. noch rausfischte.

Die Polizei begleitete das Hochrisikospiel mit einem Großaufgebot, vor Anpfiff blieb es vergleichsweise ruhig, beide Fanlager wurden strikt getrennt.

sid/red

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