09.08.2020 14:32 Uhr

ÖFB-Trio mit Bayer auf Titelmission vor Haustür

Aleksandar Dragović ist spielbereit
Aleksandar Dragović ist spielbereit

Als einziges deutsches Team ist Bayer Leverkusen im Final-8-Turnier der Europa League vertreten. Die Werkself will ihre 27 Jahre andauernde Titellosigkeit vor der eigenen Haustür beenden.

Wenn ab Montag in Nordrhein-Westfalen die letzten acht Teams in der Europa League um den Titel spielen, ist mit Bayer Leverkusen nur ein deutscher Klub noch dabei. Die Werkself hat die historische Chance, ihre Titellosigkeit seit 27 Jahren beim Turnier vor der eigenen Haustür zu beenden. Ein Österreicher-Trio könnte daran teilhaben.

Die Transferspekulationen um Jungstar Kai Havertz sollen beim deutschen Bundesligisten den Fokus nicht stören. Geht es nach Bayer-Trainer Peter Bosz, werden die Dauerschlagzeilen um den angeblich bevorstehenden Wechsel zum englischen Topklub Chelsea den Hochbegabten auf dem Platz nicht belasten. "Kai ist konzentriert und sehr motiviert, er will Fußball spielen und mit uns etwas erreichen. Die Chance haben wir", sagte Bosz vor dem Viertelfinalduell mit Inter Mailand in einem Interview der "Bild am Sonntag".

>> Liveticker: Inter Mailand gegen Bayer Leverkusen

Im Raum steht eine Ablöse von rund 100 Millionen Euro für den Offensivspieler, der zu den besten weltweit in seinem Alterssegment gehört und mit 21 Jahren schon vier Bundesligasaisonen gespielt hat. Havertz sei "eine Mischung aus Ballack und Özil, hat aber von den beiden nur die besten Eigenschaften in sich", meinte kürzlich Bayer-Sportchef Rudi Völler.

Völler ist schon lange im Geschäft. Natürlich weiß er, dass Havertz die internationale Leistungsschau auch zum Vorteil des Vereins bestreiten könnte. Die Sache sei sowieso "relativ einfach", erklärte Völler der "Gazetta dello Sport": "Havertz hat noch zwei Jahre Vertrag. Wenn jemand unsere Konditionen akzeptiert, ist das okay, sonst bleibt er noch ein Jahr und wir sind glücklich. Es wird nicht einfach, aber für so einen Künstler gibt es keinen Covid-Rabatt."

Leverkusens Österreicher hoffen auf Einsatz gegen Inter

Der Respekt vor der wartenden Hürde Inter Mailand ist da. "Wer Zweiter in Italien wird, kann nicht ganz so schlecht sein. Inter ist sicherlich einer der Turnierfavoriten", sagte Coach Bosz über das Conte-Team. "Eine klasse Mannschaft, das haben sie auch gegen Getafe (2:0, Anm.) gezeigt. Aber natürlich wollen wir weiterkommen. Es ist ein K.o.-Spiel, alles ist möglich." Die Hürde Glasgow Rangers übersprang Bayern locker (4:1).

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Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragović und Ramazan Özcan wären spielbereit. Die besten Einsatzchancen des Österreicher-Trios hat Baumgartlinger, der für den gelbgesperrten Charles Aránguiz in die Startelf rücken könnte. Im Rückspiel gegen die Rangers wurde der ÖFB-Kapitän wie auch Dragović eingewechselt. Ersatzgoalie Özcan hat in seiner wohl letzten Saison der Karriere erst einmal - im DFB-Pokal - gespielt.

Ebenfalls am Montag spielt LASK-Bezwinger Manchester United in Köln gegen Kopenhagen. Am Dienstag duellieren sich in Düsseldorf die Wolverhampton Wanderers mit EL-Rekordsieger Sevilla sowie Shakhtar Donetsk in Gelsenkirchen mit dem von Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller trainierten FC Basel. Zwei Spiele nur müssen gewonnen werden bis zum Endspiel, das am 21. August in Köln - und damit aus Bayer-Sicht ausgerechnet auf der anderen Rheinseite - steigt.

apa

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