13.12.2020 16:55 Uhr

WAC feiert Last-Minute-Sieg gegen die Austria

Es klingelt im Gehäuse der Austrianer
Es klingelt im Gehäuse der Austrianer

In einer Partie mit besonders turbulenter Schlussphase hat der Wolfsberger AC gegen die Wiener Austria das bessere Ende für sich.

Der Wolfsberger AC hat die Austria in letzter Sekunde gebogen und im fünften Versuch den ersten Heimsieg der laufenden Saison geholt. Michael Liendl traf am Sonntag nach einer turbulenten Schlussphase in der 93. Minute per Foulelfmeter zum 3:2-Heimsieg des Europa-League-Aufsteigers. Die Wolfsberger bleiben damit an den Top sechs dran, die Austria verliert indes nach der siebenten sieglosen Runde in Folge weiter an Boden.

Die Wiener gingen in der Lavanttal-Arena durch Alon Turgeman schon in der ersten Minute in Führung. Die Wolfsberger schafften durch Dejan Joveljić (17.) rasch den Ausgleich und legten ihrerseits durch Eliel Peretz (69.) in der zweiten Spielhälfte vor. Zwei Minuten später gelang dann der Austria durch einen von Christoph Monschein verwandelten Foulelfmeter (71.) ihr zweites Tor. Im Finish vergaben beide Teams noch Möglichkeiten, ehe Liendl aus der letzten Aktion des Spiels noch erfolgreich war. Patrick Pentz war in der richtigen Ecke, der Ball fand trotzdem den Weg ins Tor.

Der WAC zeigte zunächst keine Müdigkeitserscheinungen. Ferdinand Feldhofer setzte bis auf den von Stefan Perić vertretenen Luka Lochoshvili (gesperrt) auf dieselbe Elf, die gegen Feyenoord begonnen hatte, Peter Stöger bei der Austria wieder auf Kapitän Alexander Grünwald und erstmals in dieser Saison auf Monschein und Turgeman im Sturm. Der nach einer langwierigen Verletzung erstmals in dieser Saison in der Startelf stehende Israeli sollte sich rasch bemerkbar machen. 52 Sekunden waren gespielt, da köpfelte der Angreifer eine Suttner-Flanke ins WAC-Gehäuse.

Enge Partie zwischen WAC und Austria

Der Austria hätte die Führung Sicherheit geben können, der WAC aber dominierte. Vor den Augen des nach der Europacup-Heldentat wie versprochen kahl geschorenen Klubchefs Dietmar Riegler drückten die Hausherren auf den Ausgleich - der sich bald einstellen sollte. Die Austria konnte sich nicht befreien, Michael Novaks Hereingabe fand Joveljić, der ebenfalls per Kopf zuschlug. Die Austria-Abwehr war dabei unsortiert. Joveljić hatte Minuten später das 2:1 am Fuß, nachdem er nach einem Eckball etwas überraschend an den Ball kam. Der Serbe agierte aber überhastet, Pentz klärte (23.).

Die Wiener brachten aber wieder Linie in ihr Spiel. Benedikt Pichler hatte die neuerliche Führung am Fuß. Der formstarke Offensivmann machte zunächst alles richtig, alleine vor Alexander Kofler schloss er aber zu zentral auf den WAC-Schlussmann ab (27.). Der blockte dann noch einen weiteren Versuch Pichlers ab.

Feldhofer brachte zur Pause Nemanja Rnic für den bereits mit Gelb verwarnten Perić und sah einen leicht abgefälschten Liendl-Schuss, den Pentz parierte (56.). Ein müder Turgeman ging nach etwas mehr als einer Stunde vom Feld. Die Austria hatte schon davor Probleme, ihr Offensivspiel wieder in Gang zu bringen.

Ex-Austrianer Liendl trifft vom Punkt zum WAC-Sieg

Turbulent wurde es nach Minute 70: Der WAC schaffte zunächst sein zweites Tor: Austria-Verteidiger Erik Palmer-Brown brachte den Ball erneut nicht aus der Gefahrenzone, Liendls Lochpass auf Peretz wurde vom wenige Minuten zuvor eingewechselten Israeli souverän verwertet. Auf der Gegenseite fiel Grünwald im Strafraum, nachdem ihn Joveljić am Fuß berührt hatte. Schiedsrichter René Eisner entschied auf Elfmeter, Monschein schickte Kofler ins falsche Eck.

Austrias Toptorschütze hätte weiter nachlegen können, schoss nach Vorarbeit von Patrick Wimmer aber an Kofler wie auch am Tor vorbei (80.). In einer nun turbulenten Partie schoss Mario Leitgeb fast im Gegenzug an die Oberkante der Latte. Tief in der Nachspielzeit dann die Entscheidung: Maximilian Sax traf Christopher Wernitznig an der Hüfte, Liendl verwertete vom Punkt.

apa

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