21.01.2021 14:54 Uhr

Schösswendter: "Wir wissen, woran es hapert"

Christoph Schösswendter startet motiviert ins Frühjahr
Christoph Schösswendter startet motiviert ins Frühjahr

Mit lediglich zwölf erzielten Toren und elf Punkten nur auf Platz zehn in der Bundesliga, die Austria spielt bisher eine sehr dürftige Saison. Will man sich noch für die Meisterrunde qualifizieren, muss man in Wien-Favoriten schnellstmöglich das Siegen wieder erlernen. 

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Bei der Austria hängt sowohl finanziell als auch sportlich der Haussegen schief. Gerade einmal elf Punkte konnte man aus den ersten zwölf Bundesliga-Spielen sammeln und auf Tabellenplatz zehn liegend, ist man aktuell dem Abstieg näher als der Meisterrunde. Vor allem in der Offensive hapert es bei den "Veilchen", die mit lediglich zwölf erzielten Toren den zweitschwächsten Sturm gemeinsam mit Tabellenschlusslicht Admira bilden. Einer, der erst seit Oktober bei der Austria spielt, ist Christoph Schösswendter, der im Interview auf der Vereinswebsite zur aktuellen Lage Stellung nimmt.

"Jetzt liegt es an uns Spielern"

"Jeder in der Kabine stellt sich der Situation. Das Trainerteam macht einen guten Job: Sie halten an guten Dingen fest, sprechen aber klipp und klar an, in welchen Bereichen es einfach viel zu wenig war. Wir wissen, woran es hapert. Jetzt liegt es an uns Spielern", so der routinierte Abwehrspieler, der zuletzt in die Startelf der Wiener gerutscht war.

In der Liga ist die Austria seit acht Spielen ohne Sieg, zuletzt gab es aber zumindest mit dem 1:1-Heimremis gegen den LASK wieder Positives zu vermelden. Darauf lässt sich aufbauen, wie Christoph Schösswendter meint: "Wir haben in den letzten Spielen gegen den WAC und den LASK phasenweise gezeigt: Wenn wir alle konsequent und als Einheit auftreten, sind wir eine qualitativ gute Mannschaft. Die guten Phasen müssen wir endlich über das ganze Spiel zeigen. Wir wissen, dass uns sicher nichts geschenkt wird."

Dass die Austria Tore-schießen kann, zeigte sie zuletzt im Testspiel gegen Zweitligist Horn, die man mit 8:0 regelrecht auseinandernahm. Dabei bot man nicht nur eine defensiv-kompakte Leistung, sondern bewies auch, dass man im Angriff durchaus in der Lage ist, seine Tore zu erzielen.

Gute Ergänzung mit Palmer-Brown

"Wir müssen defensiv kompakt auftreten: Jeder muss wissen, was er in der Arbeit gegen den Ball zu tun hat. Wir müssen uns aber vor allem auch im Offensivspiel mit dem Ball steigern. Am besten so schnell wie möglich. Es stehen wichtige Partien an", warnt Schösswendter aber vor zu früher Euphorie am Verteilerkreis.

Sowohl gegen Horn als auch gegen den LASK bildete der 32-jährige Abwehrroutinier gemeinsam mit Erik Palmer-Brown das Innenverteidiger-Duo und das mit Erfolg. Über seinen Abwehrkollegen verliert er nur Positives: "Er ist eine Zweikampfmaschine und physisch unglaublich präsent, hat eine brutale Geschwindigkeit. Ich glaube, dass es in der Liga keinen Stürmer gibt, der ihm in einem Eins-gegen-Eins-Duell davonlaufen kann. Ich denke, wir ergänzen uns gut: Ich sehe meine Stärken eher im Einteilen und in den Luftduellen."

Wichtig wird es vor allem auch sein, die jungen Spieler zu mobilisieren und sie für den kommenden Kampf in der Rückrunde bereit zu machen. Hier sieht sich auch Christoph Schösswendter selbst in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen: "In solchen Phasen kommt es nicht immer darauf an, wer mehr Qualität hat, sondern wer im Kopf stabiler und gefestigter ist. Ich versuche, den jungen Spielern mit meiner Erfahrung zu helfen. Wie sehr wir auf dem Platz als Einheit auftreten, kann in so einer Situation den Unterschied ausmachen."

red

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