19.03.2021 17:30 Uhr

Tête-à-Tête vorbei: Marsch sagt Celtic ab

Jesse Marsch orientiert sich anders
Jesse Marsch orientiert sich anders

Laut Informationen des "Bild"-Journalisten Christian Falk hat Salzburg-Trainer Jesse Marsch dem Board von Celtic FC bereits eine fixe Absage erteilt. Er möchte im Sommer nach Möglichkeit in eine stärkere Liga wechseln, vorzugsweise in die deutsche Bundesliga.

Zuletzt hatte Marsch Celtic ja wieder Rosen gestreut und die Tatsache, dass seine Tochter Emerson in Glasgow studiert, nährte die Gerüchte über eine vielleicht schon baldige Einigung zusätzlich.

In den schottischen Medien wird Marsch schon seit längerer Zeit als großartiger Entwickler (nicht zuletzt dank des kometenhaften Aufstiegs von Erling Håland) gefeiert und gilt als Verfechter eines offensiven Kicks.

Marsch will laut Falk aber lieber bald einmal in einer stärkeren europäischen Liga tätig sein, Gladbach sei eine Option. Der Vertrag des Amerikaners mit Salzburg gilt bis 2022.

>> Marsch offenbar im Gespräch als Celtic-Coach

"Keano" nur Außenseiter

Bei diversen Fan-Klubs von Celtic werden Lucien Favre (zuletzt Dortmund), Gerardo Seoane (Young Boys bis Sommer) und Eddie Howe (zuletzt AFC Bournemouth) als Wunschkandidaten gehandelt. Sie alle gelten auch als Entwickler, die gerne offensiv spielen lassen.

Gemischte Gefühle kommen beim schon länger kolportierten Trainerkandidaten Roy Keane auf. Der Ire verzichtete einst auf viel Geld, um am Ende seiner Karriere noch ein halbes Jahr für Celtic spielen zu dürfen, gilt aber nicht gerade als Diplomat. Wayne Rooney (oft Gast im Celtic Park) gilt als krasser Außenseiter, weil er noch kaum Erfahrung hat.

Old Firm wirft Schatten voraus

Von Celtic selbst gibt es noch gar kein offzielles Statement in Richtung neuer Trainer. Die "Bhoys" haben aber auch gerade alle Hände voll zu tun, dass das Old Firm am Sonntag nicht mit einem Fiasko endet.

Zuletzt hatten die Rangers-Fans ihren Meistertitel in Scharen auf den Straßen gefeiert. Sie werden wohl auch am Sonntag nicht daheim bleiben, ebenso die Celtic-Fans. Die schottische Regierung hatte vergeblich auf eine Verschiebung wegen der Pandemie gepocht. Die Polizei tritt jedenfalls mit einem Groß-Aufgebot an. Beide Klubs appellieren an ihre Anhänger, zu Hause zu bleiben.

Celtics Interimstrainer John Kennedy möchte den Gers beim Einlaufen nicht mit einem Spieler-Spalier aufwarten. Gut möglich, dass das der Auslöser für die "erste Welle" der (Fan-)Empörung ist.

red

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