29.05.2022 10:47 Uhr

Flicks Titelmission beginnt mit der Nations League

Hansi Flick hat mit dem DFB-Team Großes vor
Hansi Flick hat mit dem DFB-Team Großes vor

Jetzt wird's ernst! Die Nations League ist für Hansi Flick der wichtigste "Härtetest" für die WM.

Hansi Flicks Augen leuchten, wenn er von dieser ganz besonderen "WM-Generalprobe" spricht. "Das ist für uns eine Riesenherausforderung", sagt der Bundestrainer voller Vorfreude über die vier Kracher-Duelle in der Nations League, "wir spielen gegen die zwei besten Teams der EURO, das ist für uns eine tolle Chance zu zeigen, wie weit wir sind." Und der erhoffte "Härtetest" für die Titel-Mission in Katar.

"Wir haben die Weltspitze im Blick", sagt Flick vor dem Treffen am Montag im letztjährigen EM-Quartier beim Partner adidas in Herzogenaurach. Nach den Begegnungen mit Europameister Italien (4. und 14. Juni), EM-Finalist England (7.) und Ungarn (11.) wisse er "genau, wie weit der Weg noch ist" zum fünften Stern. Oder, ob er nachschärfen muss.

Goretzka: "Haben jetzt richtig Bock"

"Das wird ein echter Gradmesser. Man braucht nur Italien oder England sagen", meint DFB-Direktor Oliver Bierhoff und spricht vom "ersten richtigen Härtetest" der Ära Flick. Mit Ausnahme der Partie in den Niederlanden im März (1:1) habe die DFB-Elf bislang "vermehrt gegen etwas schwächere Gegner" gespielt, gibt Leon Goretzka zu: "Jetzt haben wir richtig Bock zu zeigen, dass wir es auch gegen die großen Nationen richten können." Und bei der WM.

Das "Mini-Turnier" inklusive Trainingslager im beschaulichen Franken eignet sich aus Flicks Sicht perfekt, um den Ernstfall zu simulieren. "Das ist toll, weil wir auch als Gruppe eine gewisse mentale Stärke entwickeln können", sagt er. Bierhoff ist sicher: "Wir werden gefordert sein." Italien spiele nach verpasster WM-Qualifikation mit "viel Wut im Bauch, die Engländer sind eine Mannschaft, die seit Jahren stark gewachsen ist."

Gündogan weiß: "Brauchen jetzt Ergebnisse"

Das kann man von der DFB-Auswahl nicht gerade behaupten, obwohl Flick im Großen und Ganzen auf bewährte Kräfte aus der Zeit seines Vorgängers Joachim Löw setzt. Doch auf dem "Status der angeblichen Turniermannschaft", meint Mittelfeld-Ass Ilkay Gündogan, könne man sich nach dem historischen WM-Desaster 2018 und der verpatzten EM "nicht mehr ausruhen. Wir brauchen jetzt Ergebnisse, um die Stimmung im Land ins Positive zu drehen". Und auch den Fans zu zeigen: Da könnte was gehen bei der Endrunde in Katar (21. November bis 18. Dezember).

Das Familien-Trainingslager in Marbella bis Freitag war der erste Schritt, Flick wertete es als vollen Erfolg. Auch in "Herzo" hat er sich bereits umgesehen und "top Bedingungen" ausgemacht. "Es ist alles vorbereitet, dass wir Leistung bringen können", glaubt er.

In seiner WM-Elf sind höchstens auf den defensiven Außen und einem der Flügel noch Plätze offen. Ansonsten soll sich Flicks Stamm jetzt einspielen - und das gewisse WM-Feeling entwickeln. "Wenn wir gewinnen, super spielen und überzeugen", sagt Thomas Müller, "dann haben wir natürlich auch im November das Gefühl: Hey, wir können absolut was reißen."

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