26.10.2022 13:52 Uhr

Austria Wien gegen Posen unter Siegzwang

Schimd und seine Elf müssen gegen Posen gewinnen.
Schimd und seine Elf müssen gegen Posen gewinnen.

Für die Wiener Austria ist die Ausgangslage angesichts des vorletzten Spiels der Conference League recht klar: "Unser Ziel ist es, dieses Spiel zu gewinnen", lautete das Motto von Trainer Manfred Schmid vor der Heimpartie am Donnerstag (18.45 Uhr/live ORF 1 und Sky) gegen Lech Posen. Nur dann lebt die Chance des Tabellenletzten (1 Punkt), die aktuell zweiplatzierten Polen (5) vor dem finalen Duell bei Hapoel Be'er Sheva (3) am 3. November noch abzufangen.

>>Zum Live-Ticker: Austria Wien gegen Lech Posen

1:4 gingen die "Veilchen" im September in Posen unter, eine gute erste Hälfte samt des zwischenzeitlichen 1:1 durch Matthias Braunöder reichte nicht, um Zählbares mitzunehmen - auch, weil Manfred Fischer einen Foulelfmeter vergab (36.). "Ich glaube, dass wir in den ersten 45, 60 Minuten die bessere Mannschaft waren", erinnerte sich Schmid. Wir hatten den Elfer und eine Riesenchance durch Andreas Gruber."

Die Polen um den schwedischen Teamstürmer Mikael Ishak beschrieb Schmid als "Gegner, der sehr spielstark ist, der aber auch immer wieder Regionen und Zonen hergibt, die man bespielen kann", zeigte er sich überzeugt. "Sie sind sehr stark im Umschaltspiel mit einem gefährlichen Stürmer." Seine Forderung: "Die Restabsicherung nach hinten muss besser werden als im ersten Spiel."

Posen kommt mit Selbstvertrauen nach Wien

Die Formkurve seiner immer wieder von Ausfällen geplagten Austria zeigte in den vergangenen zwei Wochen nach unten, mit dem 2:2 gegen den LASK konnte man am vergangenen Wochenende nach drei Niederlagen - davon das blamable 2:3 gegen Drittligist Sport-Club im Cup - zumindest wieder anschreiben. Schmid durfte sich über einen bestandenen "Charaktertest" freuen. Posen hat hingegen nur eine seiner jüngsten zehn Partien, im Cup, verloren und kommt als aktueller Tabellensiebenter der polnischen Liga (zehn Punkte hinter Leader Rakow Czestochowa) nach Wien.

Personell wird es Schmid am Donnerstag jedenfalls nicht leichter gemacht. Innenverteidiger Lukas Mühl fällt weiter aus, bei den Offensivleuten Gruber und Aleksandar Jukic besteht zumindest Hoffnung. Innenverteidiger Johannes Handl, der heuer nur vier Pflichtspiele bestritt, steht immerhin wieder im Training. Rund 12.000 Zuschauer werden in der Generali Arena erwartet, der Auswärtssektor für die - als durchaus gefährlich eingestuften Lech-Fans - ist ausverkauft.

Viel auf dem Spiel steht auch für Posen, das mit einem Sieg dem Aufstieg schon sehr nahe kommen würde. Im finalen Heimspiel gegen das bisher makellose Villarreal könnte man sich dann vermutlich sogar eine Niederlage leisten. Die Spanier empfangen am Donnerstag Hapoel. Ein violetter Sieg wäre auch statistisch gesehen ein Befreiungsschlag: Seit 12 Spielen und fast fünf Jahren hat die Austria im Europacup nicht mehr gewonnen. Der bisher letzte Sieg datiert vom 2. November 2017: Damals setzte man sich unter Thorsten Fink bei HNK Rijeka mit 4:1 durch.

apa

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