06.06.2024 14:47 Uhr

Bundesliga mit positiver Bilanz und neuem Ball

Der neue Bundesliga-Ball in Übergröße
Der neue Bundesliga-Ball in Übergröße

Eine Meisterentscheidung in der letzten Runde und der drittbeste Schnitt bei den Besucherzahlen - die Bundesliga hat nach ihrer 50. Saison zufrieden bilanziert. Christian Ebenbauer sah das Ligen-Format bei einem Medientermin am Wiener Donaukanal am Donnerstag bestätigt. "Es ist gelungen, das Spannungselement bis zur letzten Runde zu wahren", hielt der Liga-Vorstand fest. Präsentiert wurde gemeinsam mit Derbystar der exklusiven Spielball für die kommende Saison.

Der deutsche Sportartikelhersteller belieferte bereits die Ligen in Deutschland und den Niederlanden mit dem offiziellen Spielgerät. Das Modell "ÖFBL Brillant APS" ist in den Landesfarben rot-weiß-rot gehalten und zeigt bei den Grafikelementen in Anlehnung an die Bundeshymne Berge und Flüsse. "Ich hoffe, dass wir mit dem neuen Ball sehr viele schöne Tore sehen", meinte Derbystar-Geschäftsleiter Joachim Böhmer. Er kündigte an, dass abseits des Premium-Produkts für das heimische Oberhaus auch Bälle für den Amateur- und Nachwuchsbereich auf dem Markt kommen.

Anstieg bei Zuschauern

Ebenbauer berichtete davor über große Zufriedenheit über die abgelaufene Saison. Dass Sturm Graz und Salzburg in den letzten 90 Minuten um den Titel spielten, war ganz nach Geschmack der Liga. "Das ist, was wir uns bestenfalls in jedem Jahr wünschen", meinte Ebenbauer. 8.113 Zuschauerinnen und Zuschauer im Schnitt zauberte ebenfalls ein Lächeln auf seine Lippen. Es ist ein Rekord im Format mit zwölf Erstligisten. Nur rund um die Heim-EM 2008 gab es zweimal höhere Besucherzahlen.

Zwar verabschiedete sich mit Austria Lustenau die Nummer neun im Publikumsranking (3.915 im Schnitt) aus der Liga, mit Aufsteiger GAK kommt aber guter Ersatz nach. Mit Rapid, Sturm Graz, dem LASK, Austria Wien und Salzburg blieben gleich fünf Clubs über der 12.000er-Marke bei den Besuchern. "Ziel ist jetzt, unten das Niveau zu heben und dort zumindest die 3.000er Grenze erreichen", betonte Ebenbauer. Darunter ist aktuell nur die WSG Tirol (1.952 Fans im Schnitt) angesiedelt.

Ausgezeichnet wurde der Tiroler Walter Altmann. Er wurde von den Präsidenten, Managern und Trainern der Liga zum besten Schiedsrichter der abgelaufenen Saison ausgezeichnet. Ein Highlight erlebte Altmann am vergangenen Montag. Der 39-Jährige pfiff in Nürnberg das Länderspiel zwischen Deutschland und der Ukrainer vor über 40.000 Fans. "Solche Spiele sind schon etwas Besonderes, aber ich genieße auch jedes Bundesliga-Spiel", sagte Altmann, nachdem er seinen Pokal in Empfang nehmen durfte.

TV-Deal

Diskussionen lieferte in der abgelaufenen Saison auch wieder die Punkteteilung. Ebenbauer sprach von einem "evidenten" Thema bei den Clubs. Kritisch gesehen wird die Halbierung der Zähler vor allem in der Qualifikationsgruppe. Eine Änderung der Regelung könnte frühestens im kommenden Sommer angestoßen werden. Das aktuelle Format ist noch bis Juli 2026 fixiert. Dann läuft auch der TV-Vertrag mit Sky aus. Auch dort wird im Hintergrund bereits gewerkt. Ebenbauer betonte, dass die Liga mit dem Deal mit dem Pay-TV-Sender - Sky soll jährlich kolportierte 40 Million Euro zahlen - sehr zufrieden sei. Alternativen werden dennoch erarbeitet.

Als "Plan A" bezeichnete Ebenbauer dabei das Thema Selbstvermarktung, also eine Eigenproduktion. "Auf Basis der Entwicklung in den letzten Jahren muss man sich dazu Gedanken machen", hielt er fest. Entsprechende Modelle sollen durchgedacht und den Clubs vorgelegt werden. Parallel dazu wird es auch ein "klassisches Ausschreibungsmodell" geben, so Ebenbauer. Im Frühjahr 2025 wird die Diskussion angestoßen, eine Entscheidung über den künftigen TV-Vertrag wird im folgenden Sommer erwartet.

apa

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