24.02.2017 22:20 Uhr

Tag der Außenseiter in der Ersten Liga

Das Tiroler Derby war für Wacker Innsbruck ein böses Erwachen
Das Tiroler Derby war für Wacker Innsbruck ein böses Erwachen

Im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga hat Austria Lustenau zum Frühjahrsauftakt der Erste Liga einen herben Dämpfer erhalten. Bei Abstiegskandidat FAC kassierten die Vorarlberger beim 0:1 bereits die dritte Niederlage en suite. Damit konnte Leader LASK im Abend-Schlager gegen Liefering mit einem 3:0-Sieg den Vorsprung auf seinen ersten Konkurrenten auf sieben Punkte ausbauen.

Der FAC lieferte aber nicht nur dem LASK eine Vorlage, sondern sorgte auch für anhaltende Hochspannung im Abstiegskampf. Denn auch die Konkurrenten Horn (2:1 gegen Kapfenberg) und Blau Weiß Linz (2:0 gegen Wiener Neustadt) feierten am "Tag der Außenseiter" volle Erfolge. Linz (18 Punkte) ist weiter Schlusslicht, davor liegen der FAC (20) und Horn (22). Im Tiroler Derby bescherte Wattens mit einem 1:0 in Innsbruck dem neuen Wacker-Coach Karl Daxbacher einen Fehlstart.

Lustenau dominierte ohne seinen nach Zürich abgewanderten Toptorjäger Raphael Dwamena die Partie in Floridsdorf ohne richtige Gefahr auszustrahlen. Beim Trainerdebüt von Franz Maresch hatten die Wiener im Konter hingegen schon vor der Pause eine gute Möglichkeit, bald nach der Pause war dann Adrian Grbic nach einem schnell abgespielten Freistoß mit dem entscheidenden Treffer zur Stelle (56.). Den Wienern gelang der erste Dreipunkter seit 16. September.

Wattens überrascht

Am Tivoli von Innsbruck machten zwar die Hausherren das Spiel, fingen sich nach etwas mehr als einer halben Stunde durch Florian Buchacher nach einem Konter aber das 0:1 ein (36.). Es sollte nicht die einzige gefährliche Aktion der Gäste bleiben, die Daxbacher immer wieder Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Wacker war vor 5.500 Zuschauern durchaus bemüht, spielte aber kaum gute Chancen heraus. Die beste vergab der eingewechselte Thomas Pichlmann, dessen Schuss im Strafraum aber zu harmlos ausfiel (77.). Im Finish hatte Derby-Spezialist Wattens, der schon die ersten beiden Saisonduelle gewonnen hatte, sogar noch mehrmals die Chance, den Sack vorzeitig zuzumachen.

In Linz erspielten sich die Hausherren mit viel Engagement einen verdienten Sieg - den ersten nach sieben Spielen bzw. 14. Oktober des Vorjahres. Thomas Goiginger brachte die Truppe von Klaus Schmidt per Foulelfer früh in Führung (12.), Wr. Neustadt hingegen fand weder richtig ins Spiel noch zu guten Chancen. Bald nach Wiederbeginn war es dann Goigingers Assist, der den Kopf von Jakob Kreuzer fand und von dort im Kasten der Niederösterreicher einschlug (57.). Thomas Hinum machte im Finish alles klar (94.).

Horn kam durch Tore von Miroslav Milosevic (5.) und Balakiyem Takougnadi (51.) zu einem nicht unverdienten Sieg gegen Kapfenberg, das bereits die dritte Niederlage in Folge hinnehmen musste. Zwar machten die "Falken" im Finish noch viel Druck und ein Tor durch den neuen ukrainischen Stürmer Jewgen Budnik (87.), der Sturmlauf kam aber zu spät.

Schlager geht an LASK

Im Spitzenspiel konnte der LASK den FC Liefering auswärts mit 3:0 bezwingen und machte somit einen großen Schritt in Richtung Bundesliga. Liefering, mit sieben Youth-League-Akteuren vom 5:0-Achtelfinaltriumph über PSG am Dienstag in der Startelf, hatte zwar von Beginn an mehr Ballbesitz, machte daraus aber zu wenig. Die Truppe von Trainer Thomas Letsch und Neo-Co-Trainer Alexander Zickler scheiterte in der ersten Hälfte trotz vieler flüssiger Szenen zumeist in Strafraumnähe und kam so kaum zu echten Chancen: Remi Teki prüfte Pavao Pervan mit einem ansatzlosen, satten Weitschuss (21.), kurz vor der Pause strich ein Freistoß von Smail Prevljak knapp am Kreuzeck vorbei (43.).

Der LASK erwies sich im Stadion von Grödig in der Defensive als recht sattelfest und nutzte seinerseits defensive Schwächen der Jungbullen effizient aus. Beim 1:0 setzte sich erst Dimitry Imbongo per Kopf gegen zwei Lieferinger durch, Fabiano reagierte am schnellsten und schoss aus wenigen Metern ein. Beim zweiten Gegentor gewann Rene Gartler im Anschluss an eine Paulo-Otavio-Flanke ein Kopfballduell, Alexander Riemann nutzte aus wenigen Metern die kurzzeitige Irritierung in der Liefering-Abwehr und erhöhte auf 2:0. Ein gelungener Einstand für den Deutschen, der als einziger Winterzugang von Ligakonkurrent Wacker Innsbruck gekommen war.

Optisch änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig, und wieder war es die Elf von Oliver Glasner, die zu einem günstigen Zeitpunkt traf. Innenverteidiger Kennedy Boateng, zum erst zweiten Mal in dieser Saison im Einsatz, köpfelte eine Hereingabe von Peter Michorl unbedrängt zur Vorentscheidung ein. Die Luft war folglich draußen, vor allem Liefering-Goalie Coronel verhinderte gegen Ende mit einigen Paraden einen noch höheren Erfolg der Gäste.

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apa

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