19.03.2017 12:45 Uhr

Ried schöpft Hoffnung im Abstiegskampf

Ried-Coach Lassaad Chabbi rechnet mit offenem Rennen um Klassenerhalt
Ried-Coach Lassaad Chabbi rechnet mit offenem Rennen um Klassenerhalt

Die SV Ried hat im Abstiegskampf der Bundesliga wieder Hoffnung geschöpft. Durch den 2:0-Heimsieg am Samstag über den SCR Altach liegen die Innviertler nur noch einen Punkt hinter dem SV Mattersburg, der bei Rapid ein 1:1-Unentschieden erkämpfte. Auch der SKN St. Pölten ist nach der 0:1-Niederlage beim WAC lediglich vier Punkte entfernt.

Die Rieder schrieben nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge erstmals wieder an, was Trainer Lassaad Chabbi mit großer Freude erfüllte. "Es ist aber wichtig, dass wir am Boden bleiben", forderte der gebürtige Tunesier, der jahrelang in Vorarlberg tätig war. "Ich kenne die Altach-Spieler sehr gut, das war sicher ein Vorteil."

Im Rennen um den Klassenerhalt sei nun alles offen. "In der Liga geht es sehr schnell, es sind noch zehn Spiele. Die Mannschaft, die konstant spielt und die Nerven behält, wird oben bleiben", prophezeite Chabbi.

Man habe sich von der jüngsten Negativserie nicht nervös machen lassen. "Ich habe den Spielern gesagt, sie dürfen Fehler machen und müssen nach vorne schauen", sagte der Ried-Betreuer, dessen Klub nach der Länderspielpause in Mattersburg antritt.

Streicheleinheiten von Baumgartner

Auch vom Trainer der Burgenländer, Gerald Baumgartner, gab es nach dem 1:1-Unentschieden bei Rapid Streicheleinheiten für seine Kicker. "Die Burschen haben fantastisch gefightet, das Unentschieden ist fast wie ein Sieg. In unserer Situation ist dieser Punkt extrem wichtig", erklärte der Salzburger.

Verärgert war Baumgartner lediglich über die beleidigenden Sprechchöre von Teilen der Rapid-Fans gegen Stefan Maierhofer. "Er hat Rapid bei seinem Transfer viel Geld gebracht und viele Tore für Rapid geschossen. Ich hätte erwartet, dass ihm die Fans ein bischen mehr Respekt zollen."

Der wegen seines Jochbeinbruchs mit Maske spielende SVM-Stürmer und Ex-Rapidler zeigte sich diesbezüglich gelassen. "Da stehe ich drüber", sagte der Niederösterreicher über die Schmähungen gegen seine Person.

Wallungen bei Fallmann

Bei St. Pöltens Trainer Jochen Fallmann geriet das Blut aufgrund der 0:1-Niederlage in Wolfsberg schon eher in Wallung. "Meine Mannschaft ist über 90 Minuten nicht ins Spiel gekommen. Es sind sehr viele individuelle Fehler unterlaufen", sagte der 38-Jährige.

Dennoch hätte es beinahe zu einem Unentschieden gereicht, doch Christian Klem machte mit seinem Treffer in der 94. Minute den WAC-Sieg perfekt. "Es ist bitter, dass noch das späte Tor gefallen ist. Ein Punkt wäre zwar nicht verdient gewesen, aber wir hätten ihn gerne mitgenommen", erklärte Fallmann.

Sein Team kommt zwar immer wieder zu Erfolgserlebnissen, schafft es aber nicht, einen respektablen Vorsprung auf den Abstiegsplatz herauszuarbeiten. "Immer wenn wir die Gelegenheit hätten, uns etwas abzusetzen, bringt die Mannschaft die Leistung nicht", ärgerte sich Fallmann.

Der sechstplatzierte WAC hingegen kann bei neun Zählern Vorsprung auf Ried schön langsam mit dem Klassenerhalt planen. "Das war ein sehr wichtiger Erfolg mit Blick auf die Tabelle", sagte Coach Heimo Pfeifenberger.

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apa

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