19.05.2017 14:17 Uhr

Tuchel vor Endspielen: "Nervosität steigt"

Thomas Tuchel und der BVB stehen vor zwei entscheidenden Saisonspielen
Thomas Tuchel und der BVB stehen vor zwei entscheidenden Saisonspielen

Thomas Tuchel und Borussia Dortmund stehen vor den zwei wichtigsten Spielen der Saison. Am Samstag geht es gegen Werder Bremen in der Bundesliga um die direkte Champions-League-Qualifikation, eine Woche später folgt das Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt. "Es ist eine tolle Woche. Zu wissen, dass es jetzt zwei Endspiele gibt, ist sehr besonders", sagte Tuchel am Freitag auf der Abschluss-Pressekonferenz.

Er sei sehr aufgeregt und "die Nervosität steigt", so Tuchel. Am Samstag (15:30 Uhr) wird der BVB von den punktgleichen, aber um vier Tore schlechteren Hoffenheimern gejagt. Gegen Bremen muss also ein Sieg her, Hoffenheim ist parallel gegen den Abstiegskandidaten aus Augsburg favorisiert.

Deswegen hat TSG-Trainer Julian Nagelsmann Werders Trainer Alexander Nouri einen gemeinsamen Urlaub im Falle eines Bremer Sieges versprochen. "Aber Urlaub mit ihm", scherzte Tuchel und lachte: "Ich verstehe den Anreiz nicht." Etwas ernsthafter erklärte der Trainer jedoch, nicht auf den anderen Platz achten zu wollen. Das lenke nur ab.

Die Mannschaft soll sich auf ihre eigene Aufgabe gegen Werder konzentrieren. Dafür brauche man die eigenen Fans im Rücken: Von der Stimmung solle sich die Mannschaft im Spiel tragen lassen. Dann will Tuchel auf Angriff spielen, aber nicht, um "so hoch wie möglich zu gewinnen."

Tuchel mahnt Aubameyang

Für Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang geht es im Zweikampf mit Bayerns Robert Lewandowski derweil noch um die Kanone des besten Torschützen der Bundesliga. "Das Mannschaftsziel steht vor den persönlichen Zielen", erklärte Tuchel: "Aber keiner hat etwas dagegen, wenn Auba morgen beides verbindet." Aktuell führt Lewandowski mit 30 Toren vor Aubameyang mit 29 Treffern.

Für Tuchel persönlich könnte es das letzte Heimspiel als BVB-Trainer werden. Darauf einstellen will er sich allerdings nicht. "Es macht auch gar nichts anderes Sinn", sagte der 43-Jährige: "Als Bundesligatrainer müssten Sie sonst in jedes Spiel reingehen und sich darauf einstellen, dass es das Letzte sein könnte."

Die Zuversicht für das Werder-Spiel hätten allerdings die Verletzungen einiger Spieler getrübt. Łukasz Piszczek, Erik Durm und Matthias Ginter sind angeschlagen. Ihr Einsatz ist am Samstag deshalb fraglich. Für Julian Weigl, der mit einem Sprunggelenksbruch drei bis vier Monate ausfällt, könnte Nuri Şahin wieder in die Mannschaft rücken. André Schürrle, der bereits ins Training eingestiegen ist, sei unter Umständen im Pokalfinale wieder eine ernsthafte Option.

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