16.06.2017 10:35 Uhr

Steuerprozess: CR7 angeblich vor Abschied

Flieht Cristiano Ronaldo vor dem öffentlichen Druck?
Flieht Cristiano Ronaldo vor dem öffentlichen Druck?

Hiobsbotschaft für Champions-League-Sieger Real Madrid: Aus Verärgerung über die Anklage wegen Steuerhinterziehung will Weltfußballer Cristian Ronaldo den spanischen Rekordmeister in diesem Sommer angeblich vorzeitig verlassen. Das schrieb die portugiesische Sporttageszeitung "A Bola" in ihrer Freitagausgabe.

Dem Bericht zufolge ist die Entscheidung des portugiesischen Superstars unumstößlich. Ronaldo habe bereits Real-Präsident Florentino Pérez und weitere Entscheidungsträger der Königlichen über seine Pläne informiert. Pérez kündigte seinerseits an, alles zu versuchen, damit Ronaldo seinen Vertrag bis 2021 erfüllt.

Nach Angaben des Blattes sollen aber bereits Ronaldos Ex-Klub Manchester United, Paris Saint-Germain sowie zwei Vereine aus China ihre Fühler nach dem Ausnahmekönner ausgestreckt haben.

Dem 32-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft in Madrid vorgeworfen, Steuern in Höhe von 14,7 Millionen Euro mittels Offshore-Unternehmen hinterzogen zu haben. Dem Europameister drohen angeblich bis zu sieben Jahre Haft und eine Strafe von mehreren Millionen Euro.

Ronaldo hatte nach der Anklage gegen ihn beteuert, ein "reines Gewissen" zu haben. Zudem postete der Superstar, der sich zur Zeit mit der portugiesischen Nationalmannschaft in Russland auf den Confed Cup vorbereitet, auf seinem Instagram-Account: "Manchmal ist Schweigen die beste Antwort."

Sometimes the best answer it's to be quiet 🇵🇹

A post shared by Cristiano Ronaldo (@cristiano) on

Real stärkt Ronaldo den Rücken

Real Madrid hatte seinem Top-Torjäger zuvor jegliche Unterstützung zugesichert. Der Klub habe "volles Vertrauen in unseren Spieler Cristiano Ronaldo, der unserem Verständnis nach in Übereinstimmung mit dem Recht in Bezug auf die Erfüllung seiner steuerlichen Verpflichtungen gehandelt hat", hieß es in einem Statement.

Ronaldos Anwalt hatte mit Blick auf die Vorwürfe bereits zuvor erklärt, sein Mandant sei "komplett überrascht" worden und fühle sich "ungerecht behandelt". Das Management von CR7 betonte in einem Statement, es gebe "keine systematische Steuerhinterziehung".

Laut "Forbes" gilt Ronaldo als bestbezahlter Athlet der Welt. Den Schätzungen zufolge verdient Ronaldo pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten.

wfb

Online-Wettanbieter: bet365 | Interwetten | sportingbet | Tipico Sportwetten