17.07.2017 23:03 Uhr

Klopp: "Wieso sollte ich jammern?"

Mohamed Salah (r.) ist bislang der einzige Top-Neuzugang im Team von Jürgen Klopp (l.)
Mohamed Salah (r.) ist bislang der einzige Top-Neuzugang im Team von Jürgen Klopp (l.)

Keine Lust auf Missstimmung: Jürgen Klopp hat Stellung zur Transferpolitik von Liverpool bezogen und sich gegen kritische Töne im Fan-Lager gewehrt.

"Ich kann mir vorstellen, dass es die Anhänger verärgert, die nicht involviert sind. Sie denken: 'Oh mein Gott! Hier passiert nichts, überall anders passiert etwas.' Aber so können wir nicht denken. Wieso sollte ich also jammern?", konterte der 50-Jährige die Nörgler im Umfeld der Reds.

Hintergrund: Mit Mohamed Salah, der für rund 42 Millionen Euro von AS Roma verpflichtet wurde, hat man erst einen echten Hochkaräter für die anstehende Saison in der englischen Premier League an Land gezogen, während die Konkurrenz aus Manchester und London fleißig einkauft.

Für Klopp kein Problem: "Wir haben eigentlich alles, was es braucht", so der Deutsche, der die Mechanismen des Transfermarkts in- und auswendig kennt: "Am Ende ist es ein Geschäft – auch wenn du das Geld hast".

"Wir wollen die richtigen Dinge tun und nicht einfach irgendetwas"

Um die derzeitige Situation zu veranschaulichen, wählte der Coach einen kuriosen Vergleich: "Du siehst draußen ein Auto, von dem du schon dein Leben lang geträumt hast – und du sagst: 'Hier ist das Geld'. Aber sie sagen dir: 'Ich möchte das Auto nicht verkaufen'. Du sagst: 'Aber ich habe das Geld' – und sie sagen: 'Wir wollen nicht verkaufen'".

Klopp weiter: "Diese Dinge passieren im Leben, nicht nur im Fußball. Sie sagen: Kauf dir ein anderes Auto, in einer anderen Farbe', aber du antwortest: 'Ok, aber ich will dieses.' So einfach läuft das ab", erklärte der einstige Dortmunder Meistertrainer, der beim allgemeinen Wettrüsten nicht mitmachen will: "Wir wollen die richtigen Dinge tun und nicht einfach irgendetwas".

Zuletzt hatte Liverpool unter anderem versucht Naby Keïta zu verpflichten - ohne Erfolg: Ein Angebot über 65 Millionen Euro war dem deutschen Vizemeister RB Leipzig zu niedrig. Auch bei Abwehr-Ass Virgil van Dijk  von Southampton bissen die Reds letztlich auf Granit.

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