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ÖFB-Frauen hoffen auf guten WM-Quali-Start

So wollen die ÖFB-Frauen am Dienstagabend nach Schlusspfiff jubeln
So wollen die ÖFB-Frauen am Dienstagabend nach Schlusspfiff jubeln
03. März 2026, 08:24

Für Österreichs Frauen-Nationalteam startet am Dienstag (18.00 Uhr/live ORF 1) der nächste Anlauf im Kampf um eine WM-Premierenteilnahme.

Zum Auftakt der Quali-Gruppe A4 gilt es in Maria Enzersdorf in der Admira-Heimstätte gegen Norwegen zu bestehen. Obwohl die ÖFB-Auswahl die jüngsten vier direkten Duelle ungeschlagen überstand, liegt die Favoritenrolle aufseiten der Nummer zwölf der Welt. Die Norwegerinnen wollen Deutschland den ersten Gruppenplatz streitig machen.

So hohe Ziele gibt es im ÖFB-Lager nicht: Auch aufgrund zahlreicher Ausfälle von Stützen wie Sarah Zadrazil, Marie-Therese Höbinger, Lilli Purtscheller, Eileen Campbell oder Manuela Zinsberger liegt der volle Fokus auf einer bestmöglichen Vorbereitung auf die Play-offs im Herbst, die sich nur die mit einem fixen WM-Ticket ausgestatteten Gruppen-Ersten ersparen. "Es wäre ein großer Erfolg, wenn wir uns punktemäßig in irgendeiner Art und Weise belohnen könnten", sagte ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl bezüglich des Auftaktspiels.

"Weltklasse-Offensivreihe" bei Norwegen

Ein Großteil der Norwegerinnen spielt bei europäischen Topclubs tragende Rollen, herausragend ist vor allem die "Weltklasse-Offensivreihe" mit Caroline Graham Hansen (Barcelona) und Ada Hegerberg (Lyon). "Es wird herausfordernd, egal welchen Plan wir verfolgen, weil Norwegen die Qualität hat, jegliche Pläne auszuhebeln. Auch wenn man weiß, was kommt, ist es schwierig, sie aufzuhalten. Wir sind klarer Außenseiter", unterstrich Schriebl.

Sein Team liegt in der Weltrangliste auf Position 19. "Das Schöne ist, dass das, was am Papier steht, keine Spiele entscheidet. Es gibt immer Möglichkeiten und Chancen, es am Platz anders aussehen zu lassen." Das hätten zuletzt etwa die männlichen ÖFB-U17-Vizeweltmeister oder Bodö/Glimt in der Männer-Champions-League gezeigt. Doch auch die ÖFB-Frauen-Vergangenheit dient als gutes Beispiel, erinnert man sich an die jüngsten Aufeinandertreffen mit Norwegen sehr gerne zurück. Bei der EM 2022 in England gelang mit einem durch Nicole Billa fixierten 1:0-Sieg der Einzug ins Viertelfinale.

2:1-Sieg in St. Pölten im jüngsten Duell

In der Nations League 2023 folgte nach einem Auswärts-1:1 am 5. Dezember nach Toren von Campbell und Katharina Schiechtl ein 2:1 in St. Pölten. "Ich denke, dass es wenig zählt, was in der Vergangenheit war. Was du gestern vollbracht hast, ist am nächsten Tag alt", meinte Schriebl. Als völlig unwichtig wollte er die positiven ÖFB-Erlebnisse gegen Norwegen aber auch nicht abtun. "Bei den Spielerinnen, die die Vergangenheit mitgestalten durften, kann es ein bisschen mehr den Glauben festigen, dass man eine Überraschung schaffen könnte."

Eine davon ist Barbara Dunst. Die FC-Bayern-Mittelfeldspielerin sieht die Sache ähnlich. "Wir starten wieder von vorne, da ist die Vergangenheit nicht entscheidend. Zumindest für den Hinterkopf ist es aber nicht schlecht", sagte die 28-Jährige. Sie fühlt sich trotz regelmäßiger "Joker"-Einsätze bei ihrem Club nach überwundenem Kreuzbandriss auch für 90 Minuten bereit. "Ich habe nicht den besten Rhythmus, aber mit dem Knie und körperlich fühle ich mich wohl. Es sollte normalerweise kein Problem sein."

ÖFB-Spielerinnen wollen "eklig" sein

Auf dem Rasen will sie mit ihren Kolleginnen vor allem "eklig" sein, um es den normalerweise durch viel Ballbesitz verwöhnten Norwegerinnen "mega unangenehm" zu machen. Schriebl nannte diesbezüglich "viel Wille, Intensität und Zusammenhalt am Platz" als wichtige Faktoren. Ob die erstmals einberufene Naika Reissner Einsatzminuten bekommt, wird sich zeigen. "Man muss schauen, was das Spiel mit sich bringt", hielt sich Schriebl alles offen. Jede Spielerin könne jedenfalls "eine große Hilfe" sein. Laut Dunst sei die 21-jährige Union-Berlin-Spielerin ein "sehr spannendes Talent".

Mit Reissner machten auch Zadrazil und Zinsberger ihre Bekanntschaft, da sie dieser Tage ihre Reha in Wien absolvieren. Schriebl sprach von einer "Win-Win-Situation" und erhoffte sich auch "Energie" durch das Duo für seine Truppe. Die tritt zum achten Mal gegen Norwegen an, nach vier Niederlagen gab es zuletzt eben zwei Siege und zwei Remis. In der Südstadt spielten die Österreicherinnen zwischen 2017 und 2022 neunmal, die Bilanz ist mit vier Siegen und zwei Remis bei drei Niederlagen leicht positiv. Am Samstag wartet dann in Slowenien schon die nächste Hürde.

apa