19.05.2017 11:30 Uhr

Salzburg denkt schon an Cup-Finale

RB Salzburg läuft am Samstag (ab 18:30 Uhr im weltfussball-Liveticker) erstmals als österreichischer Meister 2017 ein. Auch wenn im Heimspiel gegen Admira Wacker die Spannung fehlt, wollen sich die "Bullen" als würdiger Champion präsentieren. "Es gibt überhaupt keinen Grund, vom Gas zu gehen", versicherte Defensivspieler Stefan Lainer.

Die Salzburger haben mit dem Cupfinale am 1. Juni in Klagenfurt gegen Rapid noch einen Saisonhöhepunkt vor sich. In den drei ausstehenden Bundesliga-Partien wollen sie sich bestmöglich für das angestrebte Double vorbereiten. "Der beste Weg dafür ist, in den restlichen Spielen 100 Prozent zu geben, diese drei Spiele wie Finalspiele zu betrachten und zu gewinnen. Denn dann können wir mit einem guten Gefühl ins Cupfinale gehen", gab Salzburg-Trainer Óscar García die Marschroute vor.

Der Spanier will sein kleines Jubiläum jedenfalls mit einem Sieg feiern. Der Salzburg-Coach steht vor seinem 50. Bundesliga-Spiel und kann auf die bisher einzigartige Erfolgsquote von 67 Prozent an gewonnen Spielen blicken. Ein Bestwert aller Trainer mit mindestens 36 Spielen.

Dennoch stellt er sich nicht in den Mittelpunkt. "Ich bin stolz darauf, wie meine Spieler spielen und wie sie sich weiterentwickelt haben. Die logische Folge daraus sind die Erfolge. Wenn ich einmal von Salzburg weggehe, ist es mir am liebsten, wenn nicht die Erfolge in Erinnerung bleiben, sondern dass sich die Spieler weiterentwickelt haben und besser geworden sind."

Admira Wacker konnte als bisher letzter Verein gegen Salzburg gewinnen

Admira Wacker ist die letzte Mannschaft, die bis dato in Wals-Siezenheim gewonnen hat. Seit der 0:1-Niederlage am 27. November hat Salzburg daheim in acht Spielen sieben Siege und ein Remis bei 18:2 Toren geholt. Auch deswegen ist der Meister der einzige Verein, der im Frühjahr mehr Punkte als die Südstädter geholt hat.

Durch ihre Erfolge in den vergangenen Monaten näherte sich die Mannschaft von Coach Damir Burić drei Runden vor Schluss bis auf sieben Punkte dem von Altach gehaltenen vierten Rang, der möglicherweise zur Teilnahme an der Qualifikation der Europa League berechtigt. Große Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz macht sich der Trainer von Admira Wacker aber nicht. "Wir spielen noch gegen Salzburg, Sturm und Austria - da drei Siege zu holen, wird schwierig. Und Altach wird auch noch punkten", meinte der Kroate.

Bei den Salzburgern werde die Motivation trotz des bereits fixierten Meistertitels hoch sein, prophezeite Burić: "Sie sind sehr professionell, haben noch Ziele und werden auf keinen Fall nachlassen. Außerdem können sie jetzt so richtig befreit aufspielen und auch einmal etwas ausprobieren."

Im Lager der Südstädter blickt man einen Tag nach dem Salzburg-Gastspiel gespannt auf die zweite deutsche Liga - dort muss der Partnerverein Würzburger Kickers in Stuttgart gewinnen, um den Abstieg zu vermeiden. Sollte die Klasse nicht gehalten werden, könnten mögliche Wechsel von Leistungsträgern wie Christoph Monschein nach Würzburg hinfällig sein. Dennoch drückt Burić den Kickers die Daumen. "Wenn sie absteigen, wäre das sehr schade", erklärte der Kroate.

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apa/red

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