13.03.2017 12:57 Uhr

Teddybären-Arena: Namensgeber jubelt

Ein gigantischer Aufblasbär ist zwar nicht geplant, würde aber gut passen
Ein gigantischer Aufblasbär ist zwar nicht geplant, würde aber gut passen

Willkommen in der Teddybären- und Plüsch-Arena. Der SC Wiener Neustadt hat seinen Stadionnamen verlost und gewonnen hat eine Firma, die über eBay Kuscheltiere verkauft. "Ich konnte es im ersten Moment selbst nicht glauben", verriet der glückliche Gewinner, Firmenchef Sebastian Hartmann, gegenüber weltfussball.

"Ich finde den Namen nicht schlecht. Ich habe in manchen Medien gelesen, dass die Wiener Neustädter im Abstiegskampf wie Kuschelbären spielen. Von daher passt es vielleicht sogar ganz gut", verriet er amüsiert.

500 Euro kostete ein Gewinnschein. Mit einem einzigen gekauften Los gewann der Deutsche, der noch nie ein Spiel der Niederösterreicher gesehen hat. Der Klub, der in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenkeller hat, bezeichnet die Aktion als Erfolg. "Die Resonanz war groß, wir haben über hundert Lose verkauft", bestätigt Vereinsvorstand Katja Putzenlechner auf Anfrage.

Der kuschelige Name selbst stört sie nicht: "Es ist eine Firmenbezeichnung wie jede andere. Es war eine Sponsorenverlosung, bei der Unternehmen und Privatpersonen teilnehmen konnten. Die Auslosung fand unter notarieller Aufsicht statt."

"Es ist teilweise schwierig, Sponsoren zu akquirieren. Wir versuchen einfach, das Optimum für unseren Fußballverein herauszuholen", meinte Putzenlechner. Vor gut einem Monat wurde sie noch von den "Niederösterreichischen Nachrichten" gefragt, ob sie Angst habe, dass der SC bald in einem Stadion mit fragwürdigem Namen auflaufen könnte. "Nein, auf keinen Fall. Es hat bis jetzt noch keine Wünsche gegeben, das Stadion in Herzi- oder Sumsi-Arena umzubenennen", meinte sie damals. Jetzt heißt die Spielstätte eben "Teddybären- und Plüsch-Arena".

Reißender Absatz?

Eine Bezeichnung, die nicht unbedingt Rückschlüsse auf das Gewinnerunternehmen zulässt. "Da unser Firmenname 'Teddybären und Plüsch' ist, kann man schwierig etwas anderes dafür nehmen", so Hartmann.

Dass durch dieses Marketing der Stofftier-Absatz durch die Decke schießen wird, gilt als eher unwahrscheinlich. "Wir erhoffen uns, dass es ein bisschen was bringt. Konkrete Vorstellungen haben wir aber nicht. Für uns ist es einfach etwas Besonderes, dass wir in den Medien sind", lachte Hartmann.

"Prinzipiell haben wir nicht damit gerechnet, dass wir gewinnen. Wir hatten zuerst noch gar keine Homepage und verkaufen unsere Waren eigentlich über eBay." Der Name "teddy-pluesch.com-Arena" sei eben deswegen nicht in Frage gekommen, weil es die eilig aus dem Boden gestampfte Website zum Zeitpunkt der Einreichung schlichtweg noch nicht gab.

Es gab ja bereits einige kuriose Stadionnamen. Die "Keine Sorgen Arena" in Ried beispielsweise. Oder in Fürth hieß die Sportstätte "Playmobil Stadion" und "Trolli Arena". Reiht sich da die "Teddybären- und Plüsch-Arena" nahtlos ein?

"Wir sind da ganz gut aufgehoben. Vielleicht ist es sogar noch ein bisschen kurioser, als es das bisher schon gab. Ich denke, wir sind auf dieser Liste sogar ganz oben", lachte der Firmenchef. "Es war einfach ein Abenteuer für mich, man muss auch einmal etwas riskieren im Leben."

Der Sponsorvertrag gilt bis Saisonende, also für die restlichen vier Heimspiele. Wenn alles nach Plan läuft, zieht der SC Wiener Neustadt in der Spielzeit 2018/19 in ein neues Stadion ein.

In den Medien kursierte, dass die neue Arena zu klein für die Lizenzierung der Bundesliga wäre. "Das muss ich korrigieren. Es sind 5.000 Kapazitäten geplant. Es werden alle Anforderungen für die oberste Spielklasse erfüllt", berichtigte Putzenlechner. Eine ähnliche Sponsorenverlosung sei dann nach aktuellem Stand nicht mehr geplant.

Mehr dazu:
>> Wiener Neustadts bäriger Abstiegskampf

Johannes Sturm

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