08.08.2017 08:49 Uhr

Hasenhüttl: Österreicher mit wenig Chancen

Hasenhüttl hat seine Herkunft bei seiner Arbeit als Trainer in Deutschland als Nachteil empfunden
Hasenhüttl hat seine Herkunft bei seiner Arbeit als Trainer in Deutschland als Nachteil empfunden

Ralph Hasenhüttl hat zu Beginn der Karriere seine österreichische Herkunft als Nachteil empfunden.

"Mir war klar, dass ich von Anfang an erfolgreich sein muss, denn viele Chancen bekommst du in dem Job nicht. Und als Österreicher in Deutschland schon gar nicht", sagte der Coach von RB Leipzig in einem Interview mit dem am Donnerstag erscheinenden Magazin "Playboy".

"Wir hatten in Österreich lange Zeit ja kaum Erfolge mit dem Fußball. Und am Anfang meiner Karriere war das schon ein Thema", erklärte der am 10. August 50 Jahre alt werdende Trainer. Besonders deutlich habe er das 2011 bei seiner zweiten Trainerstation in Deutschland zu spüren bekommen.

Da saß Hasenhüttl beim damaligen Drittligisten VfR Aalen auf der Bank. "In Aalen hat man gesagt: Muss jetzt wirklich ein Österreicher kommen, um uns die Saison zu retten?"

Hasenhüttl verriet auch, dass ihn Bayern-Präsident Uli Hoeneß zum Trainerlehrgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gebracht hatte. "Ja, der Lehrgang war eigentlich schon voll. Er hat dann beim DFB angerufen, und ich durfte nachrücken", erklärte der ÖFB-Ex-Internationale und betonte: "Die Stimme von Uli Hoeneß hat eben Gewicht. Und wenn er sagt: 'Der hat Potenzial als Trainer, der muss jetzt da dabei sein', dann hilft das schon. Wobei er damals natürlich nicht wissen konnte, dass ich mich so weiterentwickeln würde." Immerhin war RB Leipzig in der abgelaufenen Premieren-Bundesligasaison plötzlich Bayern-Jäger Nummer eins und schaffte auf Anhieb mit Platz zwei die direkte Champions-League-Qualifikation.

Irgendwann Teamchef?

Zudem erklärte der Steirer, dass er sich auch einen Job als Nationaltrainer vorstellen kann.

Auf die Frage, wen er gerne zu einem Abendessen zum Thema Fußball einladen würde, antwortete Hasenhüttl: "Ich fände auch spannend zu erfahren, was es bedeutet, eine Nationalmannschaft zu trainieren, weil das etwas ist, das mich auch mal interessieren könnte. Deshalb würde ich auch Jogi Löw einladen." Als Gesprächspartner wünschen würde er sich zudem noch Liverpool-Coach Jürgen Klopp, mit dem er zusammen den Trainerschein gemacht hat, sowie Arsene Wenger von Arsenal oder Manchester Uniteds Trainer-Legende Alex Ferguson.

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dpa/apa

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