17.12.2016 20:50 Uhr

Kein Sieger im Niederösterreich-Derby

Der SKN St. Pölten und Admira Wacker trennten sich mit 2:2
Der SKN St. Pölten und Admira Wacker trennten sich mit 2:2

Der SKN St. Pölten geht mit einem Vorsprung von vier Punkten auf Schlusslicht SV Mattersburg in die Winterpause. Der Aufsteiger holte am Samstagabend in der 20. Bundesliga-Runde im Niederösterreich-Derby gegen Admira Wacker ein 2:2-Remis, war damit aber nicht wirklich zufrieden, gab man doch eine 2:0-Führung aus der Hand.

SKN-Interimstrainer Jochen Fallmann, der am Montag ein Hearing vor der Vereinsspitze absolviert hatte, darf sich aber wohl trotzdem große Hoffnungen auf einen Weiterverbleib im Jahr 2017 machen. Unter seiner Leitung gab es in acht Spielen elf Punkte, ein Aufwärtstrend war klar ersichtlich.

Zu einem Sieg reichte es trotz Toren der Ex-Admiraner Lukas Thürauer (15.) und Daniel Segovia (32./Elfmeter) vor nur 1.570 Zuschauern nicht, da Christoph Monschein für die Gäste aus der Südstadt noch einen Doppelpack schnürte (37., 86.) und nun schon bei sieben Bundesliga-Saisontoren hält.

Immerhin blieb St. Pölten aber auch im dritten Saisonduell mit Admira Wacker ungeschlagen.

Hausherren zunächst mit mehr Elan

Der SKN startete mit mehr Elan und gab vor der Pause klar den Ton an. Segovia brachte nach schöner Kombination über Thürauer und David Stec den Ball im Rutschen aus guter Position aber nicht im Tor unter (6.).

Thürauer selbst machte seine Sache in der Folge besser. Im Duell mit seinem Ex-Verein profitierte der Offensivspieler von einem missglückten Abschlag von Torhüter Andreas Leitner. Er fing den Ball ab, ließ zwei Gegenspieler stehen und schloss ins lange Eck ab (15.). Der Torschütze verzichtete jedoch aus Respekt vor seinem ehemaligen Arbeitgeber auf einen Jubel.

Auch der zweite Treffer wurde durch einen Fehler der Gäste eingeleitet. Markus Wostry blockte einen Schuss von Andreas Dober im Strafraum mit der Hand, den völlig gerechtfertigten Elfmeter verwandelte Segovia souverän (32.). Von Admira Wacker war offensiv wenig zu sehen, man meldete sich aber mit einem schönen Konter zurück. Christoph Knasmüllner leitete ideal auf Monschein weiter, der auf das Tor der Hausherren zuzog und Thomas Vollnhofer keine Chance ließ (37.).

Admira Wacker gelingt im Finish noch der Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine flotte Partie, in der Thürauer die schnelle Vorentscheidung verpasste (48.). Dadurch blieb Admira Wacker im Spiel und war in der Folge auch viel gefährlicher. SKN-Keeper Thomas Vollnhofer musste bei einem Knasmüllner-Abschluss eine Glanzparade zeigen (49.) und ein Schuss von Srđan Spiridonović wurde in höchster Not geblockt.

Zudem hatten die Gastgeber Glück, dass Schiedsrichter Dominik Ouschan nach einem Zweikampf des 18-jährigen Debütanten Ahmet Muhamedbegovic mit Dominik Starkl nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte (60.). Am Ende wurde die Drangperiode von Admira Wacker aber noch belohnt. Vollnhofer konnte einen Wostry-Abschluss zwar noch klären, war gegen den Abstauber von Monschein aber machtlos (86.).

St. Pölten verpasste durch den späten Ausgleich den Sprung auf Rang acht und liegt nun zwei Zähler hinter dem Achten Ried zurück. Admira Wacker hielt den Vorsprung von fünf Punkten auf den Niederösterreich-Rivalen und überwintert als Sechster, neun Punkte vor dem Tabellenende. Zuletzt gab es aber gegen Mattersburg und nun St. Pölten gegen die Liga-Nachzügler keinen Sieg. Es könnte die letzte Partie unter der Regie von Trainer Oliver Lederer gewesen sein, der bei Ligakonkurrent SCR Altach hoch im Kurs steht.

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apa/red

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