18.02.2017 16:49 Uhr

Bayer findet zurück in die Spur

Bei Bayer Leverkusen ist die Stimmung wieder in die richtige Richtung gekippt
Bei Bayer Leverkusen ist die Stimmung wieder in die richtige Richtung gekippt

50.000 Tor, zweiter Sieg in Folge: Bei Bayer Leverkusen ist die Stimmung rechtzeitig vor dem Achtelfinal-Duell in der Champions League gegen Atlético Madrid wieder positiv - dank Karim Bellarabi und auch eines 17-Jährigen.

Karim Bellarabi strahlte nach seiner historischen Tat über das ganze Gesicht: Das 50.000. Tor der Bundesliga-Geschichte erzielt und mit einem 3:1 (2:0) beim FC Augsburg den Aufwärtstrend mit Bayer Leverkusen fortgesetzt. Doch allzu lange wollte sich der 26 Jahre alte Nationalspieler bei allem Stolz nicht mit seinem bemerkenswerten Jubiläum aufhalten.

"Das nehme ich gerne mit. Es ist natürlich etwas Besonderes. Aber jetzt geht es weiter. Wir wollen gegen Atlético so richtig Gas geben und alles raushauen", sagte Bellarabi, dessen Trikot künftig ein Ausstellungsstück im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund wird, schon mit Blick auf das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag gegen Atlético Madrid.

Völler erleichtert

Nach den Diskussionen um Trainer Roger Schmidt und einer sportlichen Berg- und Talfahrt scheint Leverkusen rechtzeitig wieder auf Kurs zu kommen. Entsprechend erleichtert war auch Sportchef Rudi Völler nach dem zweiten Sieg in Folge - dies hatte Bayer zuletzt Anfang November in der Liga geschafft. "Das tut gut und war schön", sagte Völler, forderte gegen Atlético aber gleich eine weitere Steigerung: "Wir müssen hinten weniger zulassen. Es wird schwer, aber wir haben schon gezeigt, dass wir mithalten können."

Völler baut gegen den spanischen Topklub vor allem auf seine starke Offensive um Bellarabi, der knapp 54 Jahre nach dem Bundesliga-Premierentor des Dortmunders Timo Konietzka (24. August 1963) in der 23. Minute zur umjubelten Führung getroffen hatte, und um Javier Hernández. Der Mexikaner unterstrich mit einem Doppelpack (40. und 65.) seinen enormen Wert für die Werkself.

Havertz sorgt für Aufsehen

Bei Bellarabi sieht Völler nach dessen langer Verletzungspause aber noch Luft nach oben. "Er ist noch nicht der, den wir kennen. Aber er kommt wieder", sagte er. Eine Einschätzung, die der Offensivspieler teilte: "Ich brauche noch ein paar Spiele. Aber langsam kommen Kraft und Praxis wieder."

Da ist so ein Jubiläumstor sehr hilfreich. Gewidmet hat es Bellarabi seiner Familie, aber auch dem gesperrten Hakan Çalhanoğlu: "Er ist ein wichtiger Teil von uns."

Doch Bayer hat überraschend schnell Ersatz für den Türken gefunden - und das aus den eigenen Reihen. Der 17 Jahre alte Kai Havertz sorgte gegen Augsburg, das durch Dominik Kohr (60.) nur zwischenzeitlich verkürzen konnte, mit zwei Vorlagen und einer bärenstarken Vorstellung für Aufsehen.

Völler vergleicht Havertz mit Özil

Völler verglich den Nachwuchsspieler, der im Frühsommer noch sein Abitur machen wird, bereits mit Weltmeister Mesut Özil. Es sei bei Havertz "selbstverständlich, wie er den Ball streichelt. Die Dinge schauen bei ihm so einfach aus. Seine Ballbehandlung ist sensationell", schwärmte der frühere Torjäger.

Auch Schmidt war nach dem Spiel voll des Lobes über sein "außergewöhnliches Talent", das laut Bellarabi "gar nicht wie ein 17-Jähriger spielt". Havertz sei "technisch sehr versiert, schnell im Kopf und handlungsschnell", meinte Schmidt. Der Bayer-Coach war ohnehin froh, dass es endlich einmal nicht um seine Person ging.

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