17.01.2020 14:53 Uhr

Sorgen verschärfte Regeln für eine neue Kartenflut?

Ab diesem Wochenende soll es für Unsportlichkeiten schneller zu Verwarnungen kommen
Ab diesem Wochenende soll es für Unsportlichkeiten schneller zu Verwarnungen kommen

Rudelbildung, Nachtreten, Reklamieren: Die Latte der Unsportlichkeiten in einem Fußball-Spiel ist ellenlang. Um den Disziplinlosigkeiten der Profis in der Bundesliga und auch der Nachahmer in den Amateurklassen besser Herr zu werden, sollen die Schiedsrichter ab dem Rückrundenstart noch härter durchgreifen.

Die "Bild" berichtete von eine neuen Strategie des DFB, der seine Schiedsrichter dazu aufgefordert hat, Unsportlichkeiten deutlich konsequenter mit Gelben oder sogar Roten Karten zu bestrafen.

Die Zeitung zitiert dazu Schiedrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich, der über die Gründe der neu eingeforderten Strenge aufklärte: "Niemand kann akzeptieren, dass Schiedsrichter an der Basis gewaltsam attackiert werden. Im Vergleich zu den europäischen Wettbewerben gibt es in der Bundesliga inzwischen zu viele Unsportlich- und Respektlosigkeiten. Wir müssen gegensteuern, um den Fußball und die Schiedsrichter in den unteren Ligen zu schützen."

In der jüngeren Vergangenheit war es im deutschen Amateur-Fußball immer wieder zu körperlichen Angriffen auf Schiedsrichter gekommen. Zum Teil sogar wurden diese gar schwer verletzt. Aus dem Profi-Bereich soll fortan eine neue Linie eingeschlagen werden, um den Unparteiischen bis runter in die Kreisligen wieder zu mehr Akzeptanz und Autorität zu verhelfen.

Konkret sind unter dem Punkt Unsportlichkeiten laut "Bild" beispielsweise folgende Vergehen gemeint, die ab sofort deutlich konsequenter geahndet und bestraft werden sollen:

  • Verbal-Attacken gegen am Boden liegende Spieler
  • ausuferndes Reklamieren
  • Fordern einer Gelben Karte
  • Rudelbildung

Da alle Schiedsrichter in der Bundesliga auf die härtere Regelauslegung angewiesen wurde, warb Schiri-Boss Fröhlich um Verständnis: "Wenn es an diesem Wochenende die eine oder andere Karte mehr geben wird, dann sollte niemand irritiert oder verblüfft sein."

myr

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