04.04.2020 12:17 Uhr

Kraetschmer: "Niemand weiß, wie es weitergeht"

Markus Kraetschmer sieht ungewisse Zeiten auf die Austria zukommen
Markus Kraetschmer sieht ungewisse Zeiten auf die Austria zukommen

Die Coronavirus-Krise hat sich massiv auf den Alltag und das Leben ausgewirkt, Sportveranstaltungen wie der Fußball stehen zurzeit still und sind in den Hintergrund gerückt. Die Vereine kämpfen mit der aktuellen Situation, auch die Austria sieht große Herausforderungen vor sich.

Die Ausbreitung des Coronavirus hält die Welt in Atem und wirkt sich stark auf das Leben und den Alltag der Menschen aus. Für den Fußball bedeutet das durch den Ligastopp massive Einschnitte und finanzielle Verluste, die Klubs bereiten sich auf schwierige Zeiten vor. Im "SKY Sport Austria-Videopodcast" sprach nun Austria Wien-Vorstandsvorsitzender Markus Kraetschmer über die kommenden Herausforderungen.

"Niemand weiß, in welcher Form und wann es weitergeht"

Gemeinsam mit Sport-Vorstand Peter Stöger hat Markus Kraetschmer in diesen Wochen mehr zu tun als üblich. Aufgrund der unklaren Situation muss man bei der Austria alle Szenarien durchspielen und sich auf den Ernstfall vorbereiten, wie der Wirtschaftsvorstand sagt: "Die Ungewissheit ist überall groß. Eine Situation wie jetzt ist existenzbedrohend, da wir alle in einem sehr dunklen Teich fischen. Niemand weiß, in welcher Form und wann es weitergeht."

Vor allem die sportliche wie finanzielle Planung fällt daher momentan besonders schwer, wenn natürlich aktuell die Gesundheit der Menschen am wichtigsten ist: "Wir sind zugleich aber auch in der Pflicht, die Liquidität zu sichern und haben mit dem Mittel der Kurzarbeit auch schon lange die entsprechenden Maßnahmen ergriffen, die uns der Staat und die Institutionen gegeben haben."

Dankbar ist Kraetschmer über die Solidarität der Fans, die bereits signalisiert haben auf etwaige Abo-Ansprüche verzichten zu wollen, um den Verein nicht zu sehr zu belasten: "Ein tolles Signal in einer Zeit, die allen viel Verzicht abverlangt!"

Bundesligakonferenz nach den Osterfeiertagen

Nach den Osterfeiertagen wird die Bundesliga in einer Onlinekonferenz erneut tagen und ihre neuesten Pläne präsentieren. Die Lage ist zurzeit nicht einfach, wie der Austria-Wirtschaftsvorstand betont, dennoch mahnt er zu Geduld: "Wir müssen mit diesen Rahmenbedingungen leben und werden frühestens Mitte April wissen, in welche Richtung es gehen könnte. Dann sollte auch mit einem Zeitfenster entschieden werden, wie es mit der Liga weitergeht, was das für den Europacup bedeutet und wann die nächste Saison wieder starten kann."

Für den 48-Jährigen liegt der Fokus klar am sportlichen Beenden der Saison, auch wenn es Spiele ohne Fans bedeuten würde: "Ich bin kein Freund von Geisterspielen, weil sie als Mittel der Bestrafung gedacht waren. Aber wenn es eine Möglichkeit ist, um Klubs am Leben zu halten, dann sollte man auch so planen."

red

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