21.02.2024 11:14 Uhr

Tuchel nach Saisonende nicht mehr Bayern-Trainer

Tuchel nach Saisonende nicht mehr Bayern-Trainer
Tuchel nach Saisonende nicht mehr Bayern-Trainer

Trainer Thomas Tuchel wird den deutschen Rekordmeister FC Bayern München nach dieser Saison verlassen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Club von ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer am Mittwoch. Das Ende der Zusammenarbeit sei das Ergebnis eines einvernehmlichen Gesprächs, hieß es. Die Kritik an Tuchel war nach zuletzt drei Niederlagen in Folge immer lauter geworden. In der Bundesliga liegt der Serienchampion bereits acht Punkte hinter Bayer Leverkusen.

Zu Tuchels Nachfolger wurden keine Angaben gemacht. Der Deutsche hatte im März 2023 die Nachfolge von Julian Nagelsmann angetreten und einen Vertrag bis 30. Juni 2025 unterschrieben. In der Saison 2022/23 schieden die Münchner unter Tuchel im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg und in der Champions League gegen den späteren Gewinner Manchester City aus, feierten am Ende wenigstens die deutsche Meisterschaft in einem spannenden Finish vor Borussia Dortmund.

Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen meinte über die bevorstehende Trennung: "Wir sind in einem offenen, guten Gespräch zu dem Entschluss gekommen, unsere Zusammenarbeit zum Sommer einvernehmlich zu beenden. Unser Ziel ist es, mit der Saison 2024/25 eine sportliche Neuausrichtung mit einem neuen Trainer vorzunehmen. Bis dahin ist jeder Einzelne im Club ausdrücklich gefordert, um in der Champions League und in der Bundesliga das maximal Mögliche zu erreichen."

Dreesen nahm "auch explizit die Mannschaft in die Pflicht. Insbesondere in der Champions League sind wir davon überzeugt, dass wir nach dem 0:1 im Hinspiel bei Lazio Rom im Rückspiel in unserer vollbesetzten Allianz Arena mit unseren Fans im Rücken ins Viertelfinale einziehen werden", erklärte der Vorstandschef.

Tuchel kurz angebunden

Von Tuchel selbst gab es nur ein knappes Statement. "Wir haben vereinbart, dass wir unsere Zusammenarbeit nach dieser Saison beenden. Bis dahin werde ich mit meinem Trainerteam selbstverständlich weiter alles für den maximalen Erfolg geben", wurde der frühere Chelsea-Betreuer zitiert.

Die laufende Spielzeit droht für den erfolgsverwöhnten Verein die erste ohne Titel seit der Saison 2011/12 zu werden. Im Pokal schieden die Münchner bei Drittligist 1. FC Saarbrücken aus. Im Achtelfinale der Champions League muss der FC Bayern für einen Viertelfinal-Einzug am 5. März ein 0:1 aus dem Hinspiel bei Lazio Rom aufholen. Im Kampf um die Meisterschaft ist Bayer Leverkusen den Münchnern weit enteilt.

Im direkten Duell hatte die Werkself von Trainer Xabi Alonso Mitte Februar einen klaren 3:0-Sieg eingefahren. Alonso spielte von 2014 bis 2017 für den FC Bayern und ist für mehrere Spitzenclubs ein interessanter Trainerkandidat. Auch der Name Jürgen Klopp wird wohl in den kommenden Wochen fallen, allerdings hat der im Sommer scheidende Liverpool-Coach eine Auszeit angekündigt.

Der 50-jährige Tuchel hat in dieser Saison viele Verletzte in seinem Starensemble zu beklagen, auch Laimer ist derzeit außer Gefecht. Auf der anderen Seite enttäuschte das immer noch hochkarätig besetzte Team zu oft. Die taktischen und personellen Wechsel in den vergangenen Spielen hatten keinen Erfolg. Fachlich gab es viel Lob für Tuchel, mit dem einen oder anderen Star gab es aber auch Misstöne. Wiederholt wies Tuchel auf die Diskrepanz zwischen den Leistungen in den Spielen und im Training hin.

apa

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