Curacao in Australien chancenlos
Ex-Talent des FC Bayern zerlegt deutschen WM-Gegner

Bei der Weltmeisterschaft 2026 startet Sensationsteilnehmer Curacao am 14. Juni sein bislang größtes Fußball-Abenteuer mit einem Duell gegen das DFB-Team. Schon jetzt ist allerdings klar: Der mit rund 156.000 Einwohnern kleinste WM-Starter aller Zeiten muss sich steigern, will er den Deutschen die Stirn bieten.
Nach dem 0:2 gegen China verlor Curacao auch den zweiten Vergleich unter Neu-Nationaltrainer Fred Rutten. In Melbourne fegte Australien den Underdog krachend mit 5:1 vom Feld. Ein ehemaliges Talent des FC Bayern sorgte dabei für einen furiosen Schlussspurt.
Unter den Augen von Ex-Schalke-Coach Rutten hielt Curacao lange mit. In der 50. Minute sorgte der eingewechselte Arjany Martha sogar für das zwischenzeitliche 1:1. Awer Mabil hatte Australien in Halbzeit eins in Führung gebracht.
In der Schlussphase ging der Karibikinsel allerdings die Puste aus. Alessandro Circati brachte Australien nach 67 Minuten erneut in Führung, Jordan Bos erhöhte in der 76. Minute auf 3:1 und dann schlug die Stunde des ehemaligen Münchners Nestory Irankunda. Der 20-Jährige, der dem FC Bayern im Sommer 2025 den Rücken kehrte und sich dem FC Watford anschloss, erzielte in der 80. Minute das 4:1 und erhöhte nur vier Zeigerumdrehungen später auf 5:1.
Ex-Coach des FC Schalke 04 mit Curacao noch sieglos
Der ehemalige Wolfsburger Riechedly Bazoer saß bei Curacao 90 Minuten auf der Bank, der Düsseldorfer Jordi Paulina zählte nicht zum Aufgebot.
Der frühere S04-Übungsleiter Rutten hatte erst im Februar den Posten von Dick Advocaat übernommen, der rund 100 Tage vor der WM-Endrunde aus familiären Gründen zurückgetreten war. Auf einen Sieg unter Rutten (2 Niederlagen) wartet Curacao allerdings auch 75 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft weiterhin.
Beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada trifft der Außenseiter nach seinem Auftakt gegen den DFB in Gruppe E zudem auf die Elfenbeinküste und Ecuador.




