19.05.2017 12:20 Uhr

Ried gegen SKN ein Abstiegskampf-Finale

Abstiegskampf pur in der Keine-Sorgen-Arena
Abstiegskampf pur in der Keine-Sorgen-Arena

Der Abstiegskampf der Bundesliga kann praktisch entschieden sein. Sollte der WAC gegen die Austria einen Heimsieg landen und Schlusslicht SV Ried gegen den SKN St. Pölten vor eigenem Publikum am Samstag (ab 16:00 Uhr im weltfussball-Liveticker) verlieren, wären die Niederösterreicher definitiv gerettet und wohl die letzten seriösen Chancen der Innviertler auf den Liga-Verbleib dahin.

So weit wollen es die Oberösterreicher aber nicht kommen lassen. "Wir werden alles dafür tun, um dieses Spiel zu gewinnen, damit drei Punkte in Ried bleiben", versprach Trainer Lassaad Chabbi und ergänzte: "Wir sind überzeugt, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen."

Dazu müssen sich die Rieder jedoch im Vergleich zum 0:3 in der Vorwoche bei der Austria deutlich steigern. "Aber gegen diese Top-Mannschaft kann man verlieren. Jetzt kommt am Wochenende ein enorm wichtiges Spiel. Es ist für uns alle sehr wichtig - für den Verein, die Spieler, das Trainerteam, die Fans", sagte Chabbi.

Der bereits am Donnerstag ins Innviertel gereiste Tabellen-Achte aus Niederösterreich vergrößerte zuletzt mit einem Erfolg über Mattersburg den Vorsprung aufs Tabellenende auf vier Punkte. "St. Pölten ist auch im Abstiegskampf. Sie werden alles unternehmen, um zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Wir müssen kompakt stehen, geduldig sein, Selbstvertrauen zeigen", forderte Chabbi.

Fallmann trotz Lazarett optimistisch

Die Rieder holten aus den jüngsten vier Heimspielen drei Siege und ein Remis, gingen aber in vier von fünf Pflichtspiel-Duellen mit St. Pölten als Verlierer vom Platz. Der Optimismus von SKN-Trainer Jochen Fallmann basiert jedoch weniger auf dieser Statistik als vielmehr auf den Leistungen seines Teams in den vergangenen Monaten. "Die Entwicklung seit dem Winter stimmt. Wir sind in der Defensive konzentriert und können nach vorne immer Gefahr ausstrahlen", erklärte der 38-Jährige.

Die Partie in Ried habe Final-Charakter, betonte Fallmann. "Für uns ist es ein Endspiel, wie schon letzte Woche gegen Mattersburg. Wir wissen, dass wir mit einem Sieg unser Ziel erreichen können und werden es dementsprechend konzentriert angehen und nicht auf ein Unentschieden spielen", kündigte der Coach an.

Sein Job wäre allerdings selbst bei einem Klassenerhalt noch nicht definitiv gerettet - damit sich Fallmanns Vertrag automatisch verlängert, müsste St. Pölten zumindest Endrang acht belegen. "Doch das habe ich überhaupt nicht im Hinterkopf, es geht nur um den Klassenerhalt. Ich nehme auch den neunten Platz dankend an", sagte Fallmann.

Mitgenommen hat Fallmann ins Innviertel dem gesamten Profikader. Auf Innenverteidiger Ahmet Muhamedbegovic (Schlüsselbeinburch) und Marcel Holzmann(Syndesmoseband gerissen) kann er keinesfalls zurückgreifen. Maximilian Entrup ist auch noch nicht fit. Abwehrchef Babacar Diallo konnte wegen Knieschmerzen kaum trainieren. Daniel Schütz machte wiederum ein überdehntes Syndesmoseband immer wieder zu schaffen. Daniel Petrovic klagte über Magenschmerzen und ließ auch ein paar Einheiten aus. Cheikhou Dieng hat mit einer Knöchelverletzung zu kämpfen.

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apa/red

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