23.11.2023 08:34 Uhr

Lyon für St. Pölten außer Reichweite

Brancao war trotz Niederlage stolz auf ihr Team
Brancao war trotz Niederlage stolz auf ihr Team

Olympique Lyon ist für den SKN St. Pölten leistungstechnisch außer Reichweite. Das hat das erste Duell mit dem Champions-League-Rekordsieger am Mittwoch in Frankreich gezeigt. Die Heimischen diktierten das Geschehen erwartungsgemäß nach Belieben, schwächelten aber im Abschluss, weshalb die Niederösterreicherinnen mit einem 0:2 ein durchaus achtbares Ergebnis "ermauern" konnten. Zählbares gab es dafür nicht, im Aufstiegsrennen helfen ab sofort nur noch Siege weiter.

Am 13. Dezember zu Hause gegen Slavia Prag und am 21. Dezember in Tschechien stehen die beiden Gruppe-B-Punktlosen im direkten Aufeinandertreffen unter Zugzwang. "Die Niederlage jetzt haben wir eingeplant, die zuvor nicht. Jetzt warten die zwei wichtigsten Spiele, wenn wir um den zweiten Platz mitreden wollen, müssen wir zweimal gewinnen", verlautete St. Pöltens Trainerin Liese Brancao. Ihre Hoffnung auf einen Punktverlust von Brann Bergen gegen Slavia erfüllte sich nicht, in Norwegen setzten sich die Gastgeberinnen mit 1:0 durch, nachdem sie zum Auftakt in der NV Arena verdient mit 2:1 gewonnen hatten.

Die Differenz von sechs Punkten auf einen Top-Zwei-Platz, der den Einzug ins Viertelfinale bringt, ist schon enorm. "Im Fußball geht es um Ergebnisse und wir haben noch keine Punkte geholt. Um möglicherweise noch Zweiter zu werden brauchen wir dringend welche in den nächsten Spielen, aber das wird schwierig", meinte Torfrau Carina Schlüter. In Lyon wurde sie nach der Pause so richtig warmgeschossen, mit starken Paraden bewahrte sie ihr Team vor einer höheren Niederlage.

Schlüter: "Hat Spaß gemacht"

"Es ist die Aufgabe einer Torfrau den Abwehrspielerinnen den Rücken zu stärken. Es hat Spaß gemacht in so einem großen Stadion zu spielen, ich habe es genossen", resümierte die Deutsche. Angesichts des 9:0-Kantersieges von Lyon bei Slavia kann ein Auswärts-0:2 in die Rubrik "Erfolg" eingeordnet werden. "Ich bin durchaus zufrieden mit unserem Auftritt gegen so einen Topgegner. Wir sind es nicht gewohnt so viel verteidigen zu müssen, da kann man stolz sein, was am Ende herausgeschaut hat", sagte Schlüter.

65:35-Prozent Ballbesitz, 35:4 Chancen, 12:0 Schüsse aufs Tor, 15:3 Schüsse neben das Tor und mit 633 Pässen dreimal so viele gespielt wie St. Pölten. Die Statistik spiegelt den Spielverlauf wider. "Sie sind einfach auf einem ganz anderen Level als wir", betonte Schlüter. Dessen war sich auch Brancao schon vorher bewusst gewesen, als sie einen Sieg als "unrealistisch" bezeichnet hatte. "Mit einer Niederlage kann man nie zufrieden sein, aber ich bin richtig stolz auf die Mannschaft, die Tolles geleistet hat und mit erhobenem Haupt aus dem Stadion rausgehen kann. Gegen eine der drei besten Mannschaften der Welt so dagegenzuhalten - Hut ab."

Vor der Fortsetzung der CL-Saison wartet am Sonntag der Nachtragsligaschlager gegen die SPG SCR Altach/FFC Vorderland. Da treten die Niederösterreicherinnen im Kampf um den Herbstmeistertitel mit einem Vorsprung von zwei Punkten als Favorit an.

apa

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