"Saisonanalyse wird sicher noch etwas dauern"
RB-Boss vermeidet Bekenntnis zu Trainer Werner

Obwohl Ole Werner in seinem Premierenjahr als Trainer von RB Leipzig das Saisonziel Champions-League-Qualifikation souverän erreicht hat, soll der 38-Jährige intern nicht unumstritten sein. Sein direkter Vorgesetzter hat ein Bekenntnis nun vermieden.
Neue Aussagen von RB-Sportchef Marcel Schäfer in der "Sport Bild" stellen eine baldige Vertragsverlängerung von Ole Werner in Leipzig jedenfalls infrage. Der Funktionär äußerte sich zurückhaltender als in der Vergangenheit.
"Der Prozess der Saisonanalyse und der Ausblick auf die Zukunft werden sicher noch etwas dauern", verriet der Funktionär. "Wir haben auch gar keinen Druck, weil Ole ja noch bis 2027 unter Vertrag steht."
Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Königsklasse hatte Schäfer noch anders geklungen. "Er ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Wir haben immer ein Interesse daran, eine erfolgreiche Zusammenarbeit fortzuführen", sagte er vor rund einem Monat über Werner.
Zuletzt hatten "Bild" und "Sky" berichtet, dass man in der Red-Bull-Zentrale Zweifel an Werner habe, Schäfer aber verlängern wolle. Jetzt erklärte der Manager durchaus mehrdeutig: "Mit seiner Ruhe und Sachlichkeit hat er uns in der Phase, in der wir waren, sehr gutgetan."
RB Leipzig verpasst Punkterekord nur knapp
So ließ Schäfer die Gelegenheit ungenutzt, sich klar zu Werner zu bekennen. Dieser hatte nach dem letzten Saisonspiel noch betont, sich in Leipzig wohlzufühlen.
"Ich glaube, dass wir einen guten Job gemacht haben. Dass wir die Punkte, die wir als Aufgabe mit in die Saison genommen haben, erfüllt haben. Schauen wir mal, was der Sommer bringt", so der Ex-Kieler.
Fakt ist: Der im vorigen Sommer aus Bremen gekommene Werner hat den XXL-Umbruch erfolgreich gemeistert und dem Team eine neue Spielidee eingeimpft.
Mit Platz drei erfüllte er die Vorgabe des mächtigen Aufsichtsratschefs Oliver Mintzlaff, sich für die Champions League zu qualifizieren. Mit 65 Punkten verpasste RB den eigenen Punkterekord sogar nur um zwei Zähler - und doch steht Werner zur Debatte.



